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Brunos Sachsenkrieg. Kap. 113-114.
ES. wissentlich günstig wäre. Denn ich verlange mehr danach, für
^E'euer Heil den Tod zu erleiden, als zu eurem Verderben alle Herr-lichkeit dieser Welt an mich zu reißen. Wenn jemand, der ansdie Lüge seine Hoffnung baut, euch schriftlich oder mündlich an-ders berichtet, so glaubet ihm in keiner Weise. Denn wir fürch-ten Gott, und erleiden täglich Trübsal um seiner Liebe willen, unddeshalb achten wir die Hoffart und die Genüsse dieser Welt ge-ring, weil wir ohne Zweifel glauben, daß wir bald bei ihm Trostfinden werden. Der allmächtige und allgütige Gott, der über alleHoffnung und über alles Verdienst barmherzig ist, und uns inunsrer Bedrängniß tröstet, er öffne euer Herz daß ihr in seinemGesetz bleibet, und verleihe euch, daß ihr fleißig seid in seine»Geboten, auf daß er euch, durch die Vollmacht des heiligen Pe-trus von allen Sünden losgesprochen, einführen könne in das himm-lische Reich und zur ewigen Herrschaft."
107 S. 114. Dagegen sandten nun die Unsrigen folgenden Brief:*
„Wir haben vorlängst ein Schreiben eurer Heiligkeit erhalten, desInhalts, daß ihr auf der römischen Synode beschlossen habt, cs sollein unserm Lande eine Versammlung aller Bischöfe und gottesfürch-tigen Laien gehalten werden, um zu untersuchen, welchem von jenen,die um die Herrschaft des Reiches streiten, das bessere Recht zurSeite stehe. Bei diesem Beschlüsse verwundern wir uns zuvörderstdarüber, daß eure Klugheit etwas verordnet hat, wovon doch offen-bar ist, daß es auf keine Weise ansgeführt werden könne. Dennwir wissen doch, daß euerm Gedächtniß nicht entfallen sein kann,was durch so anhaltende Klagen stets von neuem vor euch gebrachtworden ist, daß nämlich fast alle Bischöfe, welche dem apostoli-schen Stuhle gehorsam sind, ans ihren Bisthümern vertrieben,vor dem Antlitz ihrer Verfolger flüchten und sich verbergen; undwie können diese mit ihren Verfolgern zusammen kommen, undüber dieselben Angelegenheiten verhandeln, um deren willen einige
1) Nimmt man nach Kap. 164 an, daß der Porige Brief Gregors im Februar 1679anlangte, so könnte der folgende die Antwort darauf enthalten; doch bezieht sich dieser aufein vor längerer Zeit erhaltenes Schreiben, vcrmnthlich auf Gregors gleich nach dcrFaslen-spnode 1673 erlassenes Sendschreiben.