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Brunos Sachsenkrieg. Kap. 112—113.
1079. lassen ist, der Erzbischof von Mainz nach dem Vorgang seinerVorfahren gehandelt, hat Bischöfe, sieben an der Zahl, welchedasselbe Unrecht erlitten haben, zu sich genommen, und zum Schutzeder ihm anvertrauten Kirche den vorgenannten Mann, welcher ausseinem Sprengel ist, dem Satan übergeben zum Verderben desFleisches, mit allen seinen Genossen. Gleichfalls hat der HerrBischof von Wirzburg in Gegenwart und unter Mitwirkung desHerrn Bernhard, des apostolischen Legaten, alle die in den Banngethan, welche mit Rath oder That Schuld daran sind, daß er vonseinem Bischofssitze vertrieben ist. Der Urheber dieser Vertreibungaber ist nicht ungewiß; er hält sich auch in desselben BisthumsStadt, wo fast kein einziger nicht im Bann ist, am häufigsten auf.
„Sehet, jetzt hat eure Heiligkeit gehört, in wie vielfacher Weisejener Mann mit allen seinen Anhängern verdammt ist, und inWahrheit verdammt werden muß. Wir bitten euch also bei demNamen unsers Herrn Jesu Christi, und bei dem dessen Statthalterihr seid, daß, wenn ihr es auch nicht für nothwendig haltet, zuden bereits gegen diese Menschen erlassenen Urtheilssprüchen nochetwas neues hinzuzufügen, daß ihr doch dieses festiglich untersaget,daß sie nicht an euerem heiligen Stuhle noch sonst irgend wo zurGemeinschaft ausgenommen werden, bevor sie den von ihnen ge-schädigten Kirchen Ersatz leisten, damit nicht länger die euch an-vertraute Heerde durch sie befleckt werde, und damit nicht dieserübelste Sauerteig die ganze Masse verderbe."
113. Darauf sandte er von der Synode selbst nach Deutsch-Juljb'.land folgenden Brief:'
„Gregorius, der Knecht der Knechte Gottes, bietet allen Geist-lichen und Laien im deutschen Reiche, welche von den Bandendes Fluches frei sind, seinen Gruß und apostolischen Segen.
„Wie große Sorge wir stets getragen haben, und noch tragen,
1) Dies» Brief ist vom ersten Juli 1078 aus Kapua batirt, und daher Weber zurZeit der römischen Synode erlassen, noch kann er eine Antwort auf den vorhergehendenBrief enthalten. Dagegen hat Gregor wirklich am 9. März 1078 unmittelbar nach derSynode ein Sendschreiben erlassen, welche« bei Bruno fehlt. Nach dem Zusammenhangmüßte man freilich an die Synode von 1079 denken, zu welcher die unten Kap. 118—190folgenden Briefe gehören.