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«uv dleß vermeinte Kind erhalten werden konnte, Sle be»harrte bey diesem Gedanken und diesen Gesinnungen bisauf den letzten Augenblick, da sie den Geist aufgab, undfügte immer: Rettet meine Frucht! — Bey der Leichenöf«nung sah man ganz deutlich, daß Du Laurens sehr geschicktgeurtheilk hatte , daß statt einer wahren Schwangerschaftdie Krankheit nur von einer Geschwulst herkäme, worauseine Entzündung erfolgt, weil man nicht die gehörigen Mit«tel sie zu zertheilen angewendet hatte.
Diese Fürstin war eilt seltnes Beyspiek «hkicher Liebe.Wenn sie Neuverehlichte sah, oder davon reden hörte, sowünschte sie ihnen, daß sie ihren Gatten so lieben möchte,als sie den ihrigem Sie wiederholte oft folgenden Versaus dem Prsperz, in dem sie nur Deus statt Venus setzte:
Qmnis smor feä ayerte io conju^e major z
Haue Venus» uk vivst, ventilat ipta sgcem.
Ihr Leichnam wurde nach Vendome gebracht, und nebenden der Königin Johanna von Albret, ihrer Mutter, bey,gesetzt. Der Pabst hatte endlich diese Dispensation nochertheilt, um die man ihm so lange angelegen hatte; sie waraber noch nicht in Lothringen, als die Herzogin starb. —
Heinrich nahm es sehr übel, daß der päbstliche Nun«lins, statt der Eondvlenz, die er von allen EuropäischenFürsten wegen diesem Todesfall erhielt, ihm von nichtssprach als von der Furcht Sr. Heiligkeit wegen der See.klgkeit dieser Prinzessin, dasteausser dem Schoos der Kirchegestorben wäre; und er antwortete ihm mit einer Regungvon Unwillen, aber sehr richtig, wenn man würdige Be.griffe von Gott habe, so müsse man glauben, daß der Au»gcnblick, wo man Len letzten Seufzer aushaucht, seinerGnade genügt, jeden Sünder in den Stand zu setzen, insHimmelreich einzugehen. „Ich sagte, er setze gar keinenZweifel in die Seeligkeit meiner Schwester." Le LAo«und (Aron. lexr. sn. 1604.
Gegen die Meinung dieser Geschichtschreiber behauptetAmelok de la Hvussaye ur seinen Anmerkungen zu den Brie»fen des Kardinals von Offat, an mehr als einer Stelle,Lieft Dame habe ihren Gemahl so wenig geliebt, als ersie. Sinnreicher ist seine Vermuthung, der Zweck der Reisedes Herzogs von Bar nach Rom fty weniger die Bettel«düng als die Verhinderung seiner Eßedispensativn gews»Bb 5 stn;
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