konnte nicht begreifen, durch welch einen Unfall diesesMensch, den er für todt gehalten hatte, ihn zu überfüh.ren, aus dem Grabe hervorkam. Erdachte, Emanuelselbst würde zum Verrälher an ihm und beobachtete in denersten Augenblicken seines Erstaunens ein tiefes Stillschwei,gen. Indessen faßte er sich wieder, und da er sich in Ab.sicht des Sinns der Schriften überführt sah, berief er sichauf die Begnadigung, welche ihm der König zu Lyon hattewiederfahren lassen. Allein er machte selbst dieß Rektungs-mittel dadurch unzureichend, daß ihm gewisse andere Ge.ständmsse entfuhren- Als er über die Umstände dieser Be-gnadigung befragt ward, gab er zur Antwort: Ich kannnickt laugnen, daß ich dem Könige nicht alles, was vvrge.gangen war, gestanden habe. Allein, da ich ihm sagte,daß die Abweisung, die Bourgsche Citadeüe betreffend, michfähig gemacht häkle, alles zu sagen und zu thun. glaubteich, nickt alles spezifiziren zu müssen, welches unternom.men zu haben, ich mich schämte. Ein Grund, der anders-wo recht gut war, als vor einem Gerichte, welches bestimmtworden war, ein Staatsverbrechen zu beurkhcilen. EinVerbrechen, welches eine unbestimmte und mündliche Be.gnadigmig nicht gelten läßt, sondern einen förmlichen Be«gnadigungsbrief erfordert. Der Marschaü setzte hinzu.:er habe seit der Begnadigung nichts seiner Pflicht cntge-genlaufendes vorgenommen. Zum Unglück diente der Be-weis, den er von seiner Unschuld anführte, wider ihn.Dieß war ein Brief, der ohne Zweifel an La Fin gerichtetwar. Er schrieb ihm in demselben, daß er sich nicht mehrmit Jntriguen abgeben wolle. und des Dauphins Gebürtseinen Arawohn und seine Eitelkeit verbannt habe. Nunwar die Begnadigung im Anfänge des Jahrs lüor vorge-fallen; der Dauphin aber erst am Ende des Septembersin dem nehmlichen Jahre gebohren. Es waren also seitder Begnadigung mehrere Monate verflossen, in welchenBiron be seinem Argwohn urry seiner Eitelkeit gebliebenwar. Mathieu, S. 5,0, H 2. Es ist wahrscheinlich, daßder Marschall die Begnadigung zu Lyon zur Endzeit seinesVerständnisses mit den Feinden ansetzte, weil er sich seitdieser Zeit des La Fin nicht mehr bedient hatte und sichdennoch schmeichelte. daß man keine überzeugende Beweisegegen ihn habe. Er irrte sich auch hierin nicht. SeineVertraute in dieser letzten Zeit waren sein Freund, der Ba-
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