will ich das wissen, wovon ich, zu meinem großen Leid-wesen nur zu sehr unterrichtet bin. Ich versichre Sie Ih-rer Begnadigung, was sie auch wider mich begangen ha-ben mögen. Gestehn sie es frey, so soll sie mein Schutzdecken und ich werde es auf immer vergessen. Das heißt/erwicderte der hartnäckige Diron, einem rechtschaffnenMann, der keine andre Absicht gehabt hat, als die er Jh.nen sagte, allzuhart zusetzcn. Wollte Gott! antwortete derKönig; es war so — aber ich sehe wohl, daß ich von Jh.nen nichts erfahren werde. Ich gehe und will sehen, obmir der Graf von Auvergne mehr sagen wird. Unter die,sem Vorwände gieng er hinaus und erkundigte sich selbst,ob, was er befohlen, in Bereitschaft gesetzt worden sey.Als er wieder auf sein Zimmer kam, ließ er jedermann ab-treten, wandte sich zum Marschall und sagte zu ihm: Gottbesohlen, Baron von Biron! Sie wissen, was ich Ihnengesagt habe. Noch war es Zeit. Diron Härte, wenn ersich dem gerührten Monarchen zu Füße« geworfen, Be,gnadignng erhalten; aber zu stolz, das Knie zu beugen,ging er hinweg. Wie er aus der Thür trat, nahm ihnVitry, Hauptmann der Leibwache, beym Arm und fvr.derte seinen Degen — der Marschail brachte die Nacht inseinem Mantel zu und war äusserst unruhig. Er ging mitgroßen Schritten auf und nieder, schlug mit der Faust ge-gen die Mauern, redete die Wache an, sprach mit sichselbst und machte sich Vorwürfe darüber, daß er den ihmertheilten Rath zum Fliehen nicht befolgt hätte. Er bat,Wan möchte seinen Sekretären sagen, daß sie seine Papiereverbrennten. Nachher unterbrach er sich, da er darandachte; daß er ein Gefangner sey, und ihm keiner mehrzu Gebot stehe. Den folgenden Tag wurden der Mar»schall und der Graf von Auvergne zu Wasser von Zontai.nebleau nach der Bastille gebracht. Der König erließ am acht,zehnten ein Schreiben an das Parlament. worinn er dem-selben den Prozeß übergab. Der Geschichtschreiber Ma.tbieu bemerkt, daß man unter den von La Fin ausgeliefer,ten Papieren sieben und zwanzig auslas, nicht die dasmeiste gegen Biron bewiesen, sondern die nur von ihmhandelten. In der That giebt auch unter den Dokumen,len, die man in den verschiedenen Berichten findet, keinesdie Mitschuld des Grafen von Auvergne, und des Herzogs»yn Bouillon zu erkennen; alle betreffen lediglich den Mar«
schall.