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Pbilipps III. Gouverneur von Mailand. Voll von derGrotte «einer Nation konnte er nicht ertragen, daß sie eineNebenbuhlerin hatte. Die Venezianer, der Pabst, dieSchweizer, (doch diese wohl mit weniger Geduld) alle feiene Nachkuren erfuhren seinen Unternehmungsgeist. Grifer 6e nicht an, so drohte er ihnen doch; zerstörte er ihreFestungen nicht, so baute er deren doch auf ihrem Grundund Boden. Spanien, welches bey diesem Verfahren ge-wann, ließ ihm freye Hand, außer daß es dasselbe nichtbilligte, wenn die Klagen zu groß würden. Indessen berhi st es doch stets etwas von des Grafen unrechtmäßige»Besitznehmungen zurück. Der Herzog von Savoyen undder Graf von Fuenres waren keine Freunde, sondern fürch-teten sich vor einander, und dienten sich gegenseitig zumDamme. Wenn sie sich nicht Abbruch thun konnten, ver«einigten sie sich zuweilen wieder. Emanuel war versichert,an ihm einen guten Beystand zu finden, wenn es daraufankam, wider Heinrich IV etwas zu unternehmen. Es istmit dem Hasse, wie mit der Zuneigung; oft würde manvergebens dem Grunde davon nachspüren. Die Abneigungeines bloßen Gouverneurs von Mailand gegen einen Körnig von Frankreich von dem er nie weder Unterthan, nochGefangener gewesen war, laßt sich mcht leicht erklären.Indessen war sie doch da. Es mochte nun Nationaleifer,sucht oder Verdruß seyn, Frankreich blühend und sein Va.terland Herabgesetzt zu sehen; genug Don Pedro sprachvon Heinrich IV. nie anders, als in beleidigenden Ausdrü^cken, und hörte gerne Böses von ihm sprechen. Alle ausFrankreich Verbannte fanden einen Zufluchtsort bey ihm,und die Geschichte beschuldigt ihn, daß er Anstifter einigerUnternehmungen gegen des Monarchen Leben gewesen sey.La Fin, der stets um Biron, und des Grafen von FuentesVertrauter war, führte das aus, was bisher nur Pro-jekte gewesen waren. Man versprach dem Marschall dieSouveränetäk über Burgund, und Emanuel verband mitdieser Lockspeise das gewöhnliche Anerbieten der Vermäh.lni-g mit einer von seinen Prmzeßinnen. Vermittelst dieserReizungsmittel überließ sich Biron den Feinden des Staatsgänzlich. Noch ward man nicht eins; der Herzog vonSavoyen sollte, um auf eine gute Art aus Frankreich zukommen alle Bedingungen genehmigen, die ihm der Kö.nig machen würde; fände er es aber nach der Zurückkunst
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