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Vervinsschen Frieden nur durch Ränke gegen Heinrich IV.behaupteten, daß fie seine Generale zu bestechen suchten,da sie fie nicht besiegen konnten. Von damalen an ver-suchte» sie Dirons Treue; erhielten aber nichts, als unbe-stimmte Gefälligkeiten. Während der Belagerung vonAmiens faßten ihre Spione Hvfnung. Sie wußten ohneZweifel, daß der Marschall einer von denen war, die esgern gesehen hätten, wenn Frankreich in große Lehen ge«theilt worden wäre. Ueberdies bemerkten sie, daß Biron,der bis itzt gegen die Religion sehr gleichgültig gewesen,viel Eifer für sie affectirte, daß er einen Rosenkranz trug,die Kirchen fleißig besuchte, mit Lob von den eifrigen Lirguisten sprach, und sich für einen standhaften Bertheidigerder Katholiken ausgab, wenn sie einmal seiner Hülfe beuö«thigt seyn sollten. Die spanischen Agenten richteten ihrenVerführungöplan nach diesen Kenntnissen ein. Sie verbrei-teten Leute um ihn her, die ihm unaufhörlich vorsagten,daß er die einzige Stütze der Religion und Freyheit sey.Die Spanier, sagten sie zu ihm, werden zum Frieden ge-nöthigt; der König wird allmächtig werden. Wer wirddie Katholiken und die Großen vertheidigen, wenn er sieunterdrücken will? Wird der Friede zu Stande gekommenseyn, antwortete Biron, so weiß ich, daß die Liebschaftendes Königs, das Mißvergnügen vieler Großen, und derMangel seiner Geschenke viele Zwistigkeiten erregen werden,und zwar mehr, als nöthig sind, den friedlichsten Staatvon der Welt in Verwirrung zu bringen. Sollte /s aberhieran fehlen, so werden wir in der Religion so viele fin-den, als wir nur wollen, die kältesten Hugenotten in Zorn,und die reuigsten Liguisten in Wuth zu setzen. Zum Un-glück wählte ihn der König, der sich dieser Verändrung imHerzen des Marschalls gar nicht versah, ihn nach Brüsselzu schicken, um den Erzherzog den Vervinsfchen Friedenbeschwören zu lassen. Biron ward hier nicht nur als einDeputirter eines großen Königs, sondern auch als einMann ausgenommen, dessen persönliches Verdienst diesefeine Qualität unendlich übertraf. Man befliß sich, aus«findig zu machen, was seinem Geschmack schmeicheln kenn«te. Spiel, Schauspiele, glanzende Einzüge, Freudenge«schrey des Volks, prächtige Feste, achtungsvolle Ehrende«zeugungrn, nichts ward vergessen. Mannspersonen undFrauenzimmer redeten mit ihm von seinen Schlachten? in
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