meine Meynung zuerst zu sagen, weil ich unter der Ge»sellschafk die meiste Einsicht in die Angelegenheiten unddie beste Kenntniß von dem Willen des Königs hätte.Dieser letzte Zug von Sillery, auf den ich ohnehin nichtgut zu sprechen war, machte mich vollends mißlaunisch.Statt des ComplimentS, womit ein Höfling seineSchmeichelet) erwiedert hätte, antwortete ich freymürhigauf seinen Gedanken. Ich sagte ihm, ich könne nichteinsehen, warum man die hergebrachte Gewohnheit,nach dem Rang zu stimmen, verändern sollte, beson»ders in einer Angelegenheit/ wo meine Religion denVerdacht der Parteylichkcit gegen meine Meynung er,wecken müßte, wenn man nicht dabey die Absicht hatteim Publikum eine eben nicht vorrheilhafte Auslegungvon meinen Reden zu machen. Ich wüßte, daß mch.rere der Anwesenden dieß zu thun willens wären, undsogar zum voraus schon durch sehr ungegründte Beschul»digungen in Ansehung eines Gegenstandes, von demman mich «och nicht einmal hätte reden hören, gethanhätten. Ich setzte noch deutlicher hinzu, daß, wennich auch mein Gutachten zuerst sagen sollte, ich dennochdemjenigen, der mit mir spreche, keine so große Blösegeben würde, als er wohl gehofft hätte; daß ich aberübrigens gar nicht stimmen wolle, ohne vorher meinOrakel darüber gefragt zu haben, das heißt, ich wolleerst mit Sr Majesta^ sprechen, ehe ich etwas in dervsrgetragenen Sache äußerte. „Wie ich sehe," erwic»derte Sillery mit eir em boshaften Lächeln, und indemer sich stellte den Si m meiner letztem Worte nicht juverstehen, „werden r, ir wohl auf Ihre Meynung war»„ten muffen, bis Si ' erst eine Reise an das Ufer der,>Seine, vier Meilen' wnhier, gemacht haben werden."Er meynte damit Ab on, wo die Versammlungen der. Protestanten gehalten wurden. „Ihr Räkhsel ist nicht„versteckt genug," ant oortere ich ihm, „und um Sie
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