hakte. Die Mißvergnügten fanden sie nicht so, wieman sie sich gedacht hatte. Es scheint, daß sie mitLage und Land zugleich auch die Neigungen und Den-kungsart verändert habe, und die Vergnügungen Eng-lands oder deö Throns stimmten ihren Geist ganz fürErgötzlichkeit und Wollüste, so daß sie sich einzig damitzu beschäftigen schien. Sie vergaß so ganz die spani-sche Politik, daß sie Anlaßzu der Vermuchung gab:nur die Umstände haben sie bestimmt, eine Anhängerinderselben zu scheinen. Kainlos, der sie hergebrachtHütte, fuhr fort seine Neigung für Frankreich öffentlichan den Tag zu legen. Einige der vertrautesten Da-men dieser Fürstin sagten Beaumont im Vertrauen,daß sie nicht so spanisch gesinnt wäre, als man wohlglaubte. Er ließ sich ihr vorstellen und entschuldigtemich bey ihr, daß ich sie nicht hätte erwarten, noch selbstdie Briefe Ihrer Majestäten ihr überbringen können.
Indessen kam der Spanische Gesandte, dessen An-kunft in England man bereits für so ganz gewiß ange-sagt hatte, noch immer nicht. Der Graf von Arem-berg, welcher durch diese Erwartung ganz zuerst soweitbetrogen worden war, daß er sich deswegen schon zuWindsor aufhielt, sah sich endlich genöthigt, den Kö-nig ohne ihn um seine Audienz zu bitten. Ich weißnicht, wie sie ablief. Ich weiß nur, daß er um einezwoce anhielt, mit welcher der König sehr zögerte, wasjedoch nur seiner wenige» Lust zu arbeiten und seinemHang zur Jagd zuzuschreiben ist, über welcher er alleszu vergessen schien; denn in seinen Reden und Hand-lungen fanden die Spanier zu der Zeit keine Ursacheihre Hoffnungen in Ansehung seiner aufzugeben. Erschien im Gegentheil in seine alte Unschlüssigkeit zurückzu fallen. Beaumont wußte nicht, wem er diese Ver-änderung zuzuschreiben hätte, seinem Temperament,
Os oder