Druckschrift 
[4] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
127
Einzelbild herunterladen
 

nig gehabt habe. Der Besuch ging unter lauter Höf-lichkeiten, mir Versicherungen von Diensten, Friedeund Freundschaft, denen nichts als die Aufrichtigkeitfehlte, vorbei).

Der König von England/ der mich schon hattewissen lassen, daß er mir am zwey und zwanzigsten,einem Sonntage, Audienz geben würde, schickte mireinen von Adel, um mir diese Versicherung zu bekräf-tigen, und mir zu sagen, daß ich mir die Zeit nicht langwerden lassen solle, auch um sich in seinem Namenzu erkundigen, ob ich bequem wohne, und ob mir nichtsabgehe. Diese Gnade wurde durch ein Geschenk vm;einem halben Hirsch begleitet, dem ersten, wie mir d-;eKönig sagen ließ, den er als ein großer Jäger in seinemLeben erlegt habe, da es in Schottland keine gäbe. Ernahm davon Gelegenheit, mir ein Kompliment fürHeinrich zu machen, indem er sagte, daß er dieß Weid-manns-Glück der Ankunft eines Mannes zuschreibe,welcher von einem Fürsten käme, den man als denKönig der Jäger arischen könne. Ich antwortete, daßdiese Uebereinstimmung der Neigungen zwischen IhrenMajestäten mir Bürge für Ihre gänzliche Vereinigungsei), wenn anders die Eifersucht über die Jagd keinHinderniß verursachte; daß ich mic aber aufdiesem Falldie Frcyheit nähme, mich zum Schiedsrichter zwischenIhren Majestäten zu erbieten, indem ich hierin so un-eigennützig und so kalt wäre, daß der König, meinHerr, wenn er aus die Jagd ritte, weit entfernt zuglauben, wie der König von England, meine Gegen-wart könne Glück bringen, mir gewöhnlich andereGeschäfte in meinem Cabinet austrüge, wo ich, wie Er'sage, glücklicher sey. Qbschon nichts ernstliches in die-sen Worten war, so war mir doch lieb, daß sie dazudienen konnten, mir einigen Credit bey Sr BrittischenMajestät zu verschaffen. Ich gab noch vorsätzlich mei« >