erhielt endlich die von dem Tod dieser großen Königin. *Ein unersetzlicher Verlust für Europa/ und besondersfür Heinrich, der nicht hoffen durfte in Elisabeths Nach-folger eben so günstige Gesinnungen für alle seine Ent-würfe zu finden/ als in diejer Fürstin, „der unversöhn-liehen Feindin seiner unversöhnlichen Feinde, und sei-nem andern Ich." Dies sind Heinrichs eigene Wortein seinem Brief hierüber an mich, voll von Beweisenseines Schmerzens und von Lobeserhebungen dieser kö-niglichen Frau.
Der König sah sogleich ein, welchen mächtigenEinfluß dieser wichtige Todesfall auf das politische Sy-stem von Europa haben mußte, und beschloß daher,mich als ausserordentlichen Gesandten nach London zuschicken. Er schrieb mir schon in dem erstgedachkenBrief vorläufig von dieser Reise; und weil er vielleichtdieselben Einwürfe befürchtete, die ich sonst schon da-gegen vorgebracht hatte, bediente er fich der dringend-sten Beweggründe, von denen er sich dse sicherste Wir-kung auf mich versprach. Ich war der einzige, denHeinrich hiezu gebrauchen konnte. Ich sage dies ausseinem Mund, und weil es in derThat bey diesem Ge-schäft auf Dinge ankam, welche in ganz Frankreichmir allein bekannt seyn konnten. Meine Religion hatteden neuen König bereits zu meinem Vortheileingenom-men , und bahnte mir freyen Zutritt zu ihm. Ichwage nicht auch noch das herzusetzen, was Se Maje-stät von dem Credit hinzufügre, in welchen ich mich aus-wärts als einen Mann von Work und Ehre gesetzt hat-te. Heinrich folgte bald auf seinen Brief, und kam,nach einer Abwesenheit von einigen Tagen weniger alszween Monaten, von Nancy über Touly Vitry,Rheims, Villers-Cotterets und Saint - Germain - eü-taye zurück nach Fontainebleau.