jetzt aus den Spanischen Häfen aus, um im Kanalzu kreuzen, und Friedrich Spinola, ein Verwandterdeö Marquis Spinola, welcher die Belagerung vonOstende kommandirte, bekam den Befehl über dieFlotte.Er hoffte, sich zum Herrn der See zu machen, und da-durch den Flamändem den letzten Stoß zu geben.Vergebliche Hoffnung! Von seinen zwölfSchiffen gin-gen zwey verloren, ehe er noch die Küsten von Spa-nien verlassen hatte. Die zehn andern begegneten nach-her einem holländischen Geschwader, welches sie beynahealle wegnahm oder in den Grund dorrte. Das letzte,auf welchem Spinola selber entkam, scheiterte im An-gesicht von Calais. Es wa^von den Kanonen derge-stalt zu Grunde gerichtet, und die Mannschaft in soelenden Umständen, daß die Galeeren - Sklaven sichempörten und die Flucht nahmen, und Spinola selbstmir großer Mühe zu Calais ans Land kommen mußte.Er ging von da nach Brüssel, um sich bey dem Erzher-zog über das Meer und die Stürme zu beklagen.
Spanien suchte sich für diese Unglücksfälle schadloszu halten, indem es durch den Grafen von FuenteS dasMarquisiit Final in Besitz nehmen ließ. Es war un-möglich durch irgend einen Vorwand diese Usurpationzu entschuldigen, da dieser kleine Staat, der an derKüste von Genua liegt, unstreitig ein Reichölehn ist (2 l).Dem ungeachtet wurde die Anerbietung des Kaisers, der,um wenigstens zum Schein die Rechte des Reichs zubehaupten, den Vorschlag that, Bevollmächtigte anOrt und Stelle zu schicken, um über die Sache Unter-handlungen anzustellen, von dem König von Spanienmit Verachtung abgewiesen. Eben so gewaltthätigverfuhr dieser mit Piombino, einem andern Reichslehn,welches ihm einen bequemen Hafen verschaffte. Er
hatte