Sie nahmen die Partei) der Sachwalter, und diesefanden'übei Haupt so viele Vertheidiger, selbst am Hofe,die ein an sich selbst so geringes und leicht zu hebeydesUebel dergestalt zu vergrößern wußten, daß der König,durch ihr Geschrey betäubt, anfieng wegen der Folgensehr besorgt zu werden.
Wahrend der Zeit, da diese Sache in Bewegungwar, unterhielt sich der König darüber eines Tages inseinem Cabinek mit den Hcsteuten. Er erzählte ihnen,wie sehr man sich bemüht habe, ihn sür die Sachwal-ter zu gewinnen, als auf einmal Sigogne ihn unter-brach, und mit der Miene eines Mannes, der sich be-leidigr fühlt, und mit erhabner Stimme ausrief: ,,DaS„wunderc mlch nicht, Sire, so wahr ich lebe, nicht.„Die Leute zeigen, daß sie die Zeit mit nichts hinzu-„bringen wljssn, weil sie sich mir einer solchen Kleinig-keit beschäfftigen. Wenn man sie schrcyen hört, sollte„man glauben, es wäre um den Staat geschehn, wenn„man diese Schwäher daraus verbannte, als ob das„Königreich unter Carl dem Großen und so vielen,,mächtigen Königen, wo man weder von Advokaten„noch von Prokuratoren etwas wußte, nicht eben so„blühend gewesen wäre, als jetzt, da dieß Geschmeiß„uns beynahe aufsrißt." »Er führte nun das Protokollder königlichen Kanzlcy, dessen erster Brief den Titelführt: Erlaubniß- Brief, um durch einenBevollmächtigten den Prozeß zu führen,als einen Beweis an, daß die Sachwalter in Frankreichnicht alt wären. Da er merkte, daß man ihm mitVergnügen zuhörte, setzte er hinzu, diese Kunst seyKur zum Untergang des Adels und des Volks, und zumVerderb des Ackerbaus und Handels eingeführt wor-den. „Es giebt," sagte er, „keinen Handwerker, kei-„nen Hirten und keinen Bauer, ja nicht einmal einen
D 3 „bloßen