Lasin ebenfalls die heiligsten Versicherungen gegeben:er habe ihn nicht nur nicht verrathen, sondern auch denKönig, mit dem er sich in keiner andern Absicht unter«redet hatte, als um ihn auszusorschen, von allem Ver»dacht wegen seines eigentlichen Zwecks frey gefun-den (7). Dieses bestätigte er ihm zu Fontainebleaunoch, wo er ihm im Vorbeygehn sagte r „Muth, meinGebieter, und ein gutes Spiels Ueberdieß hatteder königliche Staatörath das Stillschweigen so getreubeobachtet, daß man bcy Hofe nicht das geringste vondem vermukhete, was man gegen Biron im Sinnehatte, und daß Epernon, da er von des MarschallsReise nach Fontainebleau hörte, ihm jemand entgegenschickte, und ihm die zwischen vornehmen Herren ge»bräuchlichen Diensterbietungen machen ließ ( 8 ); wel»ches nach dem, was zu Blois vorgefallen, eine großeUnbesonnenheit von ihm war, wie er in der Folge öf-ters selbst zugab.
Ich hakte eben eine kleine Reise nach Morek ge»macht, da Biron bey Hofe ankam. Der König gabmir davon in folgendem Bittet Nachricht: „Mein
„Freund! Unser Mann ist gekommen; er thut entsetz»„lich weise und zurückhaltend. Kommen Sie ge»„schwind, damit wir Abrede treffen können, was wie„zu thun haben. Leben Sie wohl, ich bin Ihr ge»„neigrer König." Ich eilte hierauf sogleich, so ge»schwind, als mein Pferd nur laufen konnte, zurück,und fand den König vor meiner Wohnung mit demMarquis von PraSltn spatzieren (9). Er verließ die-sen, um zu mir zu kommen, nahm mich bey der Hand,und sagte mir im Forkgehn: er habe auf alle möglicheWeise dem Marschall ^t<o) das Geständniß seiner Ver-gehungen zu entreißen gesucht, allein umsonst; unge»achtet derselbe alles, was in seiner Seele vorgehe, so
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