be bezeichnet worden. Man suchte meine Gattin zumReden zu bringen, weil Man die Entdeckung gemachthatte, daß Couchini, welcher oft Geschäfte bey ihr hac-ke, und ihr öffentlich die Aufmerksamkeiten eineSsiebha-bers gegen seine Gebieterin bewies, (er nannte sie sogaröfters bey diesem Namen) einigemal von der Königinzu ihr gekommen war; mit welcher sie, bald allein,bald in Gesellschaft der Leonor einige ganze Nachmit.rage in der größten Stille und «ingeschloffen zuge-bracht hatte.
Am meisten Gerede entstund dadurch, daßlaVa-renne, gerade da der Zwist am heftigsten war, an ei-nem Morgen mir die Nachricht überbrachte: DerKö-nig erwarte mich in der neuen Gallerie, die er zuBloiö, gerade über denen Bogengängen hatte bauenkaffen, welche sich längst der Garten bis an das Endederselben erstrecken. In dieser sieht man die seltsameVorstellung einer Hirschkuh mit einem Geweihe.Man bemerkte, daß Sr. Majestät an Vas Ende dieserGallerie, weiches noch nicht verschlossen war, zweySchweizer, welche kein Wort französisch verstunden,als Schildwache stellen ließ, und daß uns mehr alszwey Stunden lang, die wir daselbst zubrachten,mir vieler Wärme reden sah. Ungeachtet der Entfer-nung konnte man doch einige von unfern Worten hö-ren , die aber kein licht gaben. Allein desto deutlicherwaren die Worte, die man den König beym Herausge-hen sagen hörte und welche man sorgfältig sammelte.„Wir wollen kein Wort mehr davon reden; ich wer-„de mich in allem nach Ihrem Rache betragen, da-„mit man mir nicht länger vorwerfe, ich chue alles„nach meinem Kopfe. Allein erinnern Sie sich - daß„wir vielleicht einst beyde dies bereuen werden. Denn„wenn ich in den Regen komme, so kommen Sie in
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