ungewöhnlich langen und geheimen Berathschlagungensetzen eine große Menge von Leuten in Bestürzung.,Allein Er befinde sich nicht unter dieser Zahl, weil ersich nichts vorzuwerfen hätte. — Zch antwortete ihm,er habe in diesem Fall nichts zu fürchten, weil derKönig weit geneigter sey, den wirklich Schuldigen zuvergeben, wenn sie ihre Fehltritte eingestehen wurden,als auf einen bloßen Verdacht hin Unschuldige zubestrafen.
, Ich sehe eine Menge Leute sich vom Hofe entfer-„nen, fuhr ich fort; allein wer ein gutes Gewissen„hat, darf dieses nicht rhun." „Ich bin einer von die«„sen, versetzte der Herzog, und -will den Hos nicht„verlassen, so lange dieser Verdacht dauert. " „Dies„ist daß beste, was Sie thun können, erwiederce ich,„und ich gebe Ihnen mein Wort, daß ich diesen„Ihren Entschluß bey Gelegenheit nach Verdienst„erheben werde."
Als ich nach Hause kam, befahl ich meinem Haus-hofmeister, einen ganzen Gang von der Tafel wegzu-lassen, und nur das zu geben, waö schon zube-reitet wäre. Da ich mich eben zu Tische setzte, kannNicolaS (z) „ Waschen sie geschwind die Hände! rief„ich ihm zu, ohne ihm von den in der Küche erlheil-„ten Befehlen Nachricht zu geben und setzen Sie sich."Er erstaunte nicht wenig, als er mich sogleich, nach-dem ich ein paarmal getrunken und in der Eile einenBissen gegessen hatte, daö Obs und zugleich das Pferdfordern hörte, auf welchem ich mich wieder nach demSchlosse verfügen wollte. Dieser Befehl gefiel ihmsehr schlecht. Denn er war von einer guten Tafel eineben so großer Freund, als vom Scherzen. „Herr,„ich wundre mich, bey Gott! nun nicht länger, daß„Sie für einen der gewandetsten unter den großen Herrn