verführt Hütte. Ich führe diese Meynung wegen'ihrerSonderbarkeit an.
Die Meinige war gerade das Gegenkheil davon.Ich konnte nicht dazu einstimmen, daß man den Her-zog von Epernon, ja nicht einmal, daß man den Her-zog von Bouillon fsstsetzen sollte. Wenn in derglei-chen Fällen Verdacht statt der Beweise gelten sollte, somüßte man auch alle diejenige beym Kopfe nehmen,welche Lafiu angegeben hätte; mich selbst also zuerst.Lleberdieß, gesetzt, man fände sie nach der Hand un-schuldig, fo würde man erstlich durch die übereilteHandlung die Gefangennehmung der eigentlichenSchuldigen, Biron und Auvergne, unmöglich machen,weil man diese nicht in dem gleichen Augenblicke fest-setzen könnte. Die Flucht derselben würde zweytenSdie Hoffnung vereiteln, gegen die Gefangne etwaserweisen zu können. Drittens würde man zum Un-glück, sie möchten nun schuldig oder unschuldig gefun-den werden, nach der Hand nichts anders thun können,als sie wie eigentliche Verbrecher behandeln, ausFurcht vor den Schritten, zu denen die Empfindlichkeitüber eine so offenbare Beschimpfung allein schon sieverleiten müßte. Der König trat dieser Meynungbey, und hob die Sitzung auf, weil es Zeit war, zurMittagsmahljett zu gehn. Da er sich mit mir noch alleinüber dieses Geschafft urtterreden wollte, so befahl ecmir, auf gut soldatisch zu speisen und wieder zu ihmzu kommen, ehe «och der Schwarm von Leuten sichversammeln würde.
Da ich in den Hof herunter kam, wo mich eineMenge Leute erwartete, die den Ministern immer nach-lauffen, so sah ich den Herzog von Epernon auf michzukommen. Mit eben der Zuversichtlichkeit, die ichbereits von ihm sngemerkt habe, sagte er mir: Diese
unge-