und gab auf den ganzen Hauptpunkt des Vorschlagsdie Antwort: er wolle sich fähig zu machen suchen, die-ses Begehren Sr. Majestät, nicht nur für ein halbesJahr, sondern für seine ganze übrige Lebenszeit zu er-füllen. Zu diesem Ende wolle er eine Reise nach allenseinen Gütern machen, damit der lange Aufenthalt,den er am Hofe zu machen gedenke, durch nichts unter-brochen würde. Auf diese Art behielt er, unter demSchein der größten Bereitwilligkeit, den ganzen WillenSr. Majestät zu erfüllen, dennoch fteye Macht, nurdas zu thun, was er gerne thun wollte. Er konntenoch überdieß Sr. Majestät aufeine geschickte Art dieplötzliche Abreise eröffnen, auf die er sich rüstete.
Heinrich verstund dieß alles. Dieses bewog ihn,einen geheimen Rach zu halten, um zu überlegen, waSer bey diesen Umständen zu thun hätte. Zu dieserBerachschlagung wurde niemand, als der Graf vonSoiffons, der Kanzler, Villeroi, Maisse und ich ge-zogen. Vor allem hörte man in derselben den Des-küreS (2) ab, welcher von Sr. Majestät an den Marsschall von Biron abgeschickt worden war, um densel-ben an den Hof einzuladen. Der Bericht desselbenlautete so r daß man den Marschall und Yen Grafenvon Auvergne sogleich bey ihrer Ankunft festzusetzen,einstimmig war. Hierauf fragte der König, ob esnicht rathsam wäre, eben dieses gegen die Herzoge vonBouillon und Epernon zu thun, da sie sich gerade beyHof befänden? Beynahe alle Anwesenden stimmtenauch hierin überein, und der Vornehmste daruntersetztenur noch die Milderung hinzu: daß man in der Folgeden einzigen Biron begnadigen müsse, weil man ihn,da er nichts aus eignem Antrieb gethan hätte, leichtzur Vernunft würde zurück leiten können, sobald mannur diejenigen von ihm entfernte, deren Umgang ihn
verführt