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2 (1847)
Entstehung
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508
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ohne Grund haben wir daher die Erweiterungen und Umgestaltun-gen des Rhythmus überall mit besondrer Sorgfalt erwogen. Dereifrige Junger muss während seiner fernem Studien fleissig aufdiese ersten Gestaltungen zurückkommen und an ihnen alle Wen-dungen des Rhythmus gleichsam zu erschöpfen trachten. Danebenaber muss er sich besonders emsig in Volksliedern der Deutschen'),Galen (Schollen und Irländer) und Skandinavier (besonders Norwe-ger und Schweden) umsehen, in denen sich ein Schatz der naivsten,freiesten und geistreichsten Rhythmen aufgesammelt zeigt. Auch dieslavischen Völker (besonders Polen, Südrussen und die unter rus-sische Botmässigkeit gekommnen deutschen und finnischen Stämme)sind reich an eigenthümlichem Gesang; unter den romanischen Völ-kern zeigen sich Spanier und Portugiesen am eigensten, die Fran-zosen bisweilen durch eigenthümlich pikante Rhythmik , und keckeMischung der Parallelen, im Uebrigen wie die Italiener, oberfläch-lich und höchst uniform. Auch die Nalionaltänze verdienen grosseAufmerksamkeit.

Neben den eignen fleissigen Arbeiten und der Untersuchungder Volkslieder muss er sich aber auch in den grossem Werkenunsrer Meister umsehen und die in ihnen enlhaltnen periodischenThemate untersuchen.

In der Lehre vom Liedsalze selbst haben wir schon sehr ein-fache Sätze zum Grunde gelegt und immer weiter ausgebildet. Diesist vom Schüler an immer neuen Sätzen zu üben. Er beginne da-mit, irgend ein Sätzchen, z. B. dieses bei a,

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umzugestalten, wie schon im zweiten Buche des ersten Theils ge-lehrt worden. Dann biege er denselben Satz zu allen Arten von

*) Hierbei seien nochmals die deutschen Volkslieder, gesammelt von Erkund Irmer (bei Platin in Berlin) empfohlen.