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Bass mit dem dritten Takt begonnen wird. Auch hier bedarf eskeiner weitern Anweisung zur Arbeit. Wie im einfachen Kanondie eine allen Stimmen gemeinsame Melodie von Motiv zu Motivin einer Stimme angesetzt und in den andern naebgeahmt wurde,so setzen wir hier beide Melodien des Doppelkanons in zwei Stim-men mit einem oder mehrern Motiven an, übertragen den Anfangin nachahmende Stimmen, und führen so die vorsingenden und nach-folgenden Stimmen mit einander Schritt für Schritt fort, entwederzu einem beschliessenden freien (nicht kanonischen) Satze, oder zueinem wirklichen Schlüsse, oder endlich (wie im vorstehenden Bei-spiele) in den Anfang zurück.
Im letztem Falle haben wir einen unendlichen Doppel-kanon (S. 453) [vor uns, dem an irgend einer passenden Stelleein willkührliches Ziel gesetzt werden muss.
Kanonischer Choral mit begleitenden Kanon.
Eine besondre Art des Doppelkanons entsteht, wenn eine ge-gebne (oder voraus erfundne) Melodie, z. B. der Cantus iirmuseines Chorals, zu einem Kanon verwendet und mit einem zweitenKanon verbunden wird. Ein solches Gebilde finden wir im Vor-spiel zu: „Hüter, wird die Nacht der Sünden“, im evang. Choral-buche, wovon hier der Anfang stehe.
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Der Diskant hebt mit der ersten Strophe des Chorals an undder Alt begleitet. Zwei Viertel später folgt der Tenor dem Dis-kant mit dem Cantus iirmus, und der Bass dem Alt mit der be-gleitenden Melodie, beide im Kanon der Oktave. Der Diskantschliesst seine Strophe mit dem zweiten Takte, der Tenor zweiViertel später, Alt und Bass setzen ihren Kanon fort, und im vier-ten Takte beginnt wieder der Kanon des Chorals mit der zweitenStrophe. So wird der ganze Choral mit dem begleitenden zweitenKanon kanonisch zu Ende geführt.