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Der Doppelkanon bildet sich auf zwiefache Weise.
Die erste ist, dass zwei (oder mehr) Stimmen mit der Aus-führung eines einfachen Kanons beginnen, und, während derselbeim Gang ist, zwei (oder mehr) andre Stimmen einen zweiten Ka-non einsetzen, so dass beide Kanons und alle Stimmen ein Ganzesausmachen. Ein Beispiel giebt uns der Anfang des Kyrie aus Fuxkanonischer Messe.
:gj=J--1*1=1
Diskant und Bass tragen den ersten Kanon vor, Tenor undAlt beginnen im vierten und fünften Takte den zweiten, beide Ka-nons gehen neben einander fort. Der erste Kanon ist in der Uu-terquarle, der zweite in der Oberquinte abgefasst; dies wie dasVerfahren der Abfassung bedarf keiner Auseinandersetzung.
Die andre Weise, den Doppelkanon abzufassen, ist, vonzw'ei Stimmen beide kanonische Melodien gleichzeitig (oder nachkurzer Pause der einen) einsetzen, und so auch die kanonischeNachahmung beider Melodien in andern Stimmen gleichzeitig nach-folgen zu lassen. Ein flüchtiges Beispiel sehen wir hier vor uns.
Der Diskant, und etwas später der Alt stimmen zwei ver-schiedne mit dem vierten Takt schliessende Sätzchen (freilich höchstunbedeutende) an, deren kanouische Nachahmung vom Tenor und
f=f=F= l =t
f = trf = f E