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Solche Kanons, die man auf so vielfache Weise bilden kann, alsdie Zahl der Intervalle und der kanonischen Stimmen erlaubt, heis-sen gemischte Kanons. Am häufigsten ist die Mischung vonEinklang und Oktave, von Oktave und Quarte oder Quinte. DenAnfang eines solchen Kanons theilen wir aus dem Vorspiel ,,Du oschönes Weltgebäude“ mit.
Larslietlo. Sanft.
§1
j w ir
M
T'
708
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Man sieht, dass die zur zweit eintretende Stimme der ersten inder obern Sexte, die dritte der zweiten in der untern Dezime(oder ihrer Oktave — der zweiten Oktave der Terz also), dieletzte endlich wieder in der obern Sexte folgt, dass auch der Stimm-eintritt in verschiednen Zeitperioden — zweimal auf dem folgenden,einmal auf dem fünften Viertel geschieht.
Es versteht sich, dass alle Arten des Kanons (sollen sie nichtblosse Scheinkanons, blosse Nachahmungen sein) nach den Gesetzendes doppelten Kontrapunkts entworfen, also der Umkehrung fähigsein müssen.
Dritter Abschnitt.
Der Doppelkanon.
In allen bisher betrachteten Arten des Kanons wurde EineMelodie von einer Stimme eingesetzt und während des Fortgangsvon einer zweiten oder mehrern nachfolgenden Schritt für Schrittnachgesungen. — Auch da, wo wir (wie in No. 701 und 708)drei oder vier Sätze gleichzeitig erfanden, wurden sie dochin Eine Melodie vereinigt und jede Stimme trug diese Melodieganz vor.
Wenn wir nun zwei verschiedne Melodien von zwei Stim-men gleichzeitig vortragen und von zwei, vier oder mehr andernkanonisch nachahmen lassen: so heisst eine solche Arbeit Dop-pelkanon.
Man sieht hieraus schon, dass zu einem Doppelkanon wenig-stens vier Stimihen erfoderlich sind: zwei vorsingende und zweinachabmende. Alle Stimmen müssen, wenn es kein Scheinkanonsein soll, nach dem vierfachen Kontrapunkt der Oktave unter ein-ander umkehrbar sein.