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Melodie Hesse sich verbessern (oder hätle sich anders fortfuhrenlassen) und dann wäre auch die Unterbrechung durch Pausen bes-ser zu ertragen, könnte sogar zu einem Reize werden. — Uebri-gens ist bei den obigen Umkehrungen auf keinen bestimmten Um-fang der Stimmen Rücksicht genommen und die Namen Diskant,Alt und Tenor bezeichnen nur die erste, zweite, dritte Stimme.
Die erste Weise der Abfassung hat den Vortheil voraus, dasssie uns wenigstens eine genügende Melodie (die zuerst erfundne)sichert; die zweite Weise leitet uns, indem sie diesen Vorzug ei-ner Hauptmelodie misset, auf eine innigere Wechselwirkung derStimmen.
Wir kommen nun auf die dritte Weise, die uns ebenfallsschon vom zweistimmigen Kanon her bekannt ist. Sie beruht dar-auf, kurz nach dem Anfang der ersten Stimme die zweite und danndie dritte und alle folgenden Stimmen eintreten zu lassen. Hierhaben wir aus dem Vorspiel „Ach wie nichtig, ach wie flüchtig“den Anfang eines dreistimmigen Kanons in der Oktave vor uns,
Larghetto.
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der auf diese Weise angelegt ist und im Verein mit dem über denzweistimmigen Kanon Gesagten das Verfahren zur Genüge an-schaulich macht. In einer Stimme abgefasst, würde man ihn so:
Dreistimmiger Kanon, in der Oktave.
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5
5
. u. s. -vv.
niederzuschreiben haben.
So gut wir nun zweistimmige Kanons nicht blos in der Oktave,sondern in allen Intervallen der diatonischen Stufenreihe haben:können auch drei- und mehrstimmige Kanons in allen Intervallen,in der Sekunde, Terz u. s. w. gesetzt werden, über deren Be-schaffenheit und Abfassung nichts Neues zu sagen ist.
Der gemischte Kanon.
Eine neue Art des Kanons geht aber aus der Mehrzahl derStimmen, die uns jetzt zu Gebote stehn, und aus der Möglichkeithervor, die verschiednen Stimmen in verschiednen Intervallen ka-nonisch einzuführen, so dass z. B. die zweite der ersten in derQuarte, die dritte der zweiten in der Quinte folgen könnte u. s. w-