Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
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437
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Iu kontrapunktischer *) Hinsicht hat dieser (der Erfindung nachgeringe) Salz nur das Bedenken, dass er gegen den zweiten Tondes Cantus firmus um eine Dezime zurücktritl. Auf diesem Punktemüssen sich also, wie wir hier sehen,

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^ c. f.

die Stimmen kreuzen. Aber es geschieht nur mit einem einzigenTon, und dieser ist die blosse nachschlagende Oktave des vorher-gehenden und gleich wiederkehrenden Melodietones.

Für diese und die erstere Ausführungsweise bedarf es nur we-niger vorausgängiger Versuche. Wir wenden uns sogleich zu denkünstlerischen Anwendungen.

Zweiter Abschnitt.

Der doppelte Kontrapunkt, auf die Figuralformenangewandt.

Wir kennen zwei Grundformen der Figuration, die Choral-figuration und die selbständige. In der erstem war uns der Cantusfirmus gegeben, in der letztem hatten wir Alles selbst zu erfinden;wir waren durch keine gegebne Melodie unterstüzt, aber auchdurch keine gebunden. Daher beginnen wir hier, wo der doppelteKontrapunkt auf die Figuration angewendet werden soll, mit denselbständigen Formen, und zwar bei den zweistimmigen.

A. Kontrapunktische zweistimmige Figuration.

Schon früher, bei den im einfachen Kontrapunkt gesetzten Fi-gurationen, trugen wir einen Satz aus einer Stimme in die andre,und behielten gelegentlich (No. 276) auch wohl den Gegensatz ganzoder theilweise bei. Wie aus solchem Beginnen ein Tonstück er-

*) Man gestatte uns, statt der breiten Rede vom ,,doppelten Kontrapunktbisweilen kurzweg die Benennungen Kontrapunkt, kontrapunktisch u. s. w. zugebrauchen.