Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
434
Einzelbild herunterladen
 

454

zen geworden sind; offenbar müssen aber auch alle andre Inter-valle durch dieselbe verwandelt werden. Hier

sehen wir die Folgen der Umkehrung an der diatonischen Tonlei-ter; die Oberstimme A ist in der Notenreihe C um eine Oktaveunter die andre Stimme B versetzt. Wir sehen, dass aus demEinklang eine Oktave, aus der Sekunde eine Septime, aus derTerz eine Sexte, aus der Quarte eine Quinte und alles diesumgekehrt geworden ist. Dieses Zifferschema stellt es uns klarvor Augen.

J. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.

8. 7. 6. 5. 4. 5. 2. 1.

Leicht könnten wir, wenn es nöthig wäre, die Untersuchungauch auf die chromatischen Töne ausdehnen.

Hiernach haben wir nun jede Forlschreitung aus einem doppel-ten Gesichtspunkte zu ermessen, nach der ursprünglichen Gestaltund in der Umkehrung. Da ist denn Folgendes zu bemerken.

Der Einklang wird zur Oktave und die Oktavezum Einklänge. Wir dürfen also nur da Oktaven gebrauchen,wo auch der Einklang uns willkommen ist. Vor allen Dingensind sie uns zu Anfang und Ende, beim Beginn und Abschlussder Harmonie willkommen,

Umkehrung.

--h

4 -| -|

j »

F=^f

Jr r1

pJ

m -

-

-e-

p r

P -©-

U-4-L

.. H+

denn dazu können wir sowohl Einklang wie Oktave nehmen. Ja,ein für sich selbst im zweistimmigen Satze ganz gerechter und be-friedigender Schluss mit der Sexte, wie bei a,

würde, wie bei b, durch die Umkehrung in einen nicht vollkomm-nen Schluss verwandelt werden.

Sodann wollen wir uns Oktaven gestatten, wo sie zu Vorhal-len gebraucht werden.

Umkehrung.

9=f\

M J

PH-i

h 1 -1 ;

1*\ . -1

. 1.

kJ# p

p-

g_H