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sehen wir in a einen kleinen Satz, der in h, c und d nach demKontrapunkt der Dezime umgekehrt ist. In b haben wir die Un-terslimme um zehn Stufen hinauf gesetzt, aber es ist aus der gros-sen Sekunde (c— d) eine kleine (e—f) und aus der kleinen (A—c)eine grosse ( d —e) geworden. Bei c hat sich die Umkehrung da-durch gemacht, dass die Unterstimme aus a eine Oktave hinauf, unddie Oberstimme zugleich eine Terz hinunter getreten ist. AlleinAnfang und Ende sprechen nun so deutlich jivaoW statt des Haupt-tons Cdur aus, dass der dazwischen tretende Ton g fast falsch er-scheint und man lieber wie bei d setzen möchte. — Wenn schonhiernach der Kontrapunkt der Oktave unbestreitbar den Vorzug hat,so kommt noch dazu, dass die andern Kontrapunkte so vielen Rück-sichten und Bedingungen unterworfen sind, und der Freiheit desKomponisten in der That so viel Beschränkungen auflegen, dass einwahrhaft künstlerischer Erfolg aus ihnen, — ein Gewinnvon Gestaltungen, die nicht eben so gut und noch besser aus demKontrapunkte der Oktave zu erlangen wären, — nicht zu gewär-tigen, nicht einmal für den Bildungszwec k ein wahrer Vorlheilin ihnen zn linden ist.
Wir beschränken uns daher auf den Kontrapunkt der Oktaveund die aus ihm oder mit seiner Hülfe hervortretenden Formen *).
Erster Abschoitt.
Der doppelte Kontrapunkt der Oktave.
Wir wissen bereits, dass unter diesem Namen diejenige Schreib-art verstanden wird, vermöge deren von einem zweistimmigen Satzedie oberste Stimme um acht Stufen hinunlergesetzt und dadurch ge-gen die andre Stimme umgekehrt, zur untersten Stimme werdenkann, — oder (was dasselbe ist) die unterste Stimme um acht Stu-fen hinaufgesetzt und zur Oberstimme. Ein Beispiel haben wir inNo. 606 vor uns. Erwägen wir nun, unter welchen Bedingungenein solcher Satz mit seiner Umkehrung gelingen kann.
') Hierzu der Anhang "W.