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2 (1847)
Entstehung
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431
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Erstens steht von ihm fest, dass er ein zweistimmiger, oderDoppelsatz sein muss. Seine zwei Stimmen sollen also auchvollkommen genügen, jede von ihnen soll für sich den an eine selb-ständige Melodie zu machenden Foderungen entsprechen und ver-einigt sollen sie eine vollständig befriedigende Harmonie bilden.Es wäre freilich auch möglich, dass Letzteres nicht oder nicht über-all der Fall wäre, und dann müsste man noch eine oder gar mehrbegleitende die Harmonie ausfüllende Stimmen zusetzen. Alleinoffenbar ist das Erstere die befriedigendere, reifere Gestaltung. Indieser Hinsicht genügt der Satz No. 606, so unbedeutend er auchsonst sein mag.

Zweitens sollen die beiden kontrapunktirenden Stimmen zwarein Ganzes bilden, aber dabei jede für sich deutlich erkannt, vonder andern unterschieden werden. Ehen darin liegt der Reiz unddie Kraft dieser Schreibart, dass zwei verschiedne Sätze gegen ein-ander auftreten, einander widersprechen, und doch in höherer Ein-heit wieder ein Ganzes sind. Desshalb ist es nolhwendig (S. 288),beide Stimmen eines kontrapunktischen Satzes durch Tonfolge, Ton-richtung, und besonders durch rhythmische Gestaltung von einanderwohl zu unterscheiden. Dieses Sätzchen z. ß.

612

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lässt sich wohl umkehren,

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würde aber keine kontrapunktische Kraft haben, weil der Rhyth-mus und grösslenlheils auch die Tonfolge in beiden Stimmen gleichsind. Etwas besser wäre dieser Salz,

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in dem wenigstens Richtung der Melodien und Tonfolge verschie-den sind. Aber die gänzliche Gleichheit der Rhythmisirung ver-schleiert edeu Unterschied und macht auch diesen Satz der kontra-punklischen Kraft verlustig. Vergleichen wir dagegen die beidenMelodien von No. 606 mit einander, so finden wir sie tonisch undrhythmisch hinlänglich von einander unterschieden; nicht wenig trägtzu ihrer deutlichen Absonderung bei, dass eine Stimme nach derandern einsetzt. So auch würden jene beiden Bachschen SätzeNo. 508 und 509,