Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
417
Einzelbild herunterladen
 

417

Hier bedarf es dann nur der Verwandlung des Bassthemas inein Fugenthema, da wir (S. 408) gesehen haben, dass beide sichallerdings von einander unterscheiden. Manches Thema, z. ß. No.592, ist zu dieser Verwandlung nicht oder nicht gut geeignet,andre, z. B. No. 591, würden nur mit wesentlichen Umänderungengute Fugenlhemate werden. Wieder andere könnten durch Verein-fachung, durch Zurückführung auf die Grundmomente, brauchbarwerden ; so No. 593 (wenn es statthaft wäre, diesen durch ßachshohes Werk geweihten Satz anzutasten) durch Zurückführung aufdie wesentlichen Modulationsschritte, z. B.

602 X>Ig

3

rp=::

Längere Themale könnten nur theilweis in die Fuge überge-hen; so bildet Bach aus No. 584 dieses Fugenlhema:

r?-

1 ,

rt i

O-

das übrigens sogleich mit einem Gegensatz (es wird eine Doppel-fuge, wovon im folgenden Buche) auftritt; und so könnte das ThemaNo. 585, nachdem die letzte Durchführung auf dem vierten oderfünften Takte zum Schluss gedrängt hätte, in seiner letzten HälfteFugenthema werden, z. B.

S m -

(fet* -tfc

. £ m J _

11Iii-

V--i

Si' - 1

Endlich könnte irgend ein hervortretendes Motiv, z. B. ausNo. 594 das des ersten und zweiten Taktes,

(Thema.)

_± \f-fl,i-

- 4 a =f-

-(H J

~ä

zu einem Fugenlhema benutzt werden.

__ 11. S. W.

Schlus sb etracktungen.

Wir befinden uns hier, am Schlüsse des vierten Buches, wie-der an einer wichtigen Gränze, und es ist Zeit, uns umzuschauen,und das Erfahrne und Errungne in schnellem Ueberblicke zusam-men zu fassen.

Wie wir einst aus der Tonika die Tonleiter, aus dem Ur-grundtone die Grundharmonie, den Urakkord hervorgehn sahen,wie wir aus dem Gedanken, dass zwei oder mehr Töne einanderin irgendwelchen Zeitmomenten folgen können, den Rhythmusund aus diesen drei Elementen alle Arten der Tonfolge, der rhyth-Marx, Komp. L. II, 3. Aufl. 27