kebrung auf der Septime ( g) an, beginnt jenes auf der Dominante(e), so folgte diese auf der Terz der Tonika (c).
Am letztem, absichtlich mit chromatischen Tönen angefiilltenBeispiele sehen wir, dass die Schemate auch auf willkiihrlicb er-höhte und erniedrigte Stufen passen; man hat Stufe für Stufe vomrechten Anfangsion an verkehrt, dann aber auch die Versetzungs-zeichen in ihr Gegeutheil verwandelt, aus Erhöhungen Erniedrigun-gen gemacht und umgekehrt. Auch in den drei ersten Tönen istdies geschehn; sie hätten also buchstäblich e, des, d — geschrie-ben werden müssen, sind aber nach bekannten orthographischenGrundsätzen (Th. I, S. 264) umgenannt worden.
Man sieht wohl, dass die Verkehrung eine inhaltreichere Formist, als Vergrösserung oder Verkleinerung; letztere haben nur quan-titativen, jene erstere hat qualitativen Enterschied vom Thema.Daher ist es erklärlich, dass Bach, der tiefsinnigste Meister inder Fugenkunst, nur seilen von Vergrösserung und Verkleinerung,oft aber •— und mit Wohlgefallen und entscheidendem Erfolg —von der Verkehrung Gebrauch macht, ln seiner Fuge über dasin No. 387 mitgetheilte Thema finden wir jedoch Verkehrung zu-gleich mit Vergrösserung und dem ordentlichen Thema gleichsamim sinnreichen Scherze verbunden;
hier dient ihm dieses Spiel zur Wiederanknüpfung der Fuge aufeinem intrikaten Punkte nach dem Schlüsse des ersten Theils.Die Verkehrung ist, wie man bemerkt, sehr frei.
Und nun kann auch aus der oben (S. 354) erwähnten ßeet-hoven’schen Sonate des phantasievollen Spieles gedacht werden,das gegen das Ende mit dem verkehrten und doppelt verkleinertenThema statt hat.