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Dritter Abschnitt.
Die in Liedform zurückkehrende Fugenform.
Die Fugenarbeit, — wie schon die selbständige Figuration, —hat ihrem polyphonen Karakter gemäss das Streben, sich rastlosbis zu Ende fortzusetzen; denn da jede Stimme frei und selbstän-dig geworden ist, so fügen sie sich nicht zu jenen rhythmischenAbsätzen, Theilschlüssen u. s. w. zusammen, die in der Liedformvon der Hauptstimme angegeben und von den Nebenstimmen be-folgt werden. Nur ausnahmsweise könnte ein Fugensalz durcheine Fermate unterbrochen, z. B. dadurch gegen das Ende zu einemTrugschluss geführt werden, worauf denn die Fugenarbeit wiederanhübe und zum Schluss ginge.
Allein schon bei der selbständigen Figuration haben wir eineAusnahme, die Rückkehr derselben in Liedform, gesehn. Wirsind daher vorbereitet, auch die Fugenform in das Lied zurückkeh-ren zu sehn. Im vorigen Abschnitte fanden wir blos Fugensätzemit Liedsätzen äusserlich zu einem Ganzen vereint; der Fugensatzund der Liedsatz waren ein für sich bestehendes Wesen und tra-ten nur als Theile eines grössern Ganzen zusammen. Jetzt wer-den wir die Fugenarbeit selbst Lied werden sehen, — wenn auchfigurirtes Lied.
Der erste Fall dieser Art ist
die Gigue,
in einer ßehandlungsweise, die wir bei Seb. Bach mehrmals inMeisterschaft und hohem Reiz ausgeübt sehen.
Die Gigue ist ursprünglich ein (längst veralteter) Tanz beweg-lichen Karakters. Bach, Händel, Mozart u. A. haben daraushumoristische Figuralsälze in zwei Theilen gebildet, der ersleremanchen zierlichen oder neckischen, oder auch etwas ernstem Fu-gatosatz, der sich aber liedmässig, ebenfalls in zwei Theilen, aus-führt. Betrachten wir gleich einen solchen Fall. Dies.
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ist der Anfang einer solchen Gigue, aus der grossen (englischen)