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(Dmoll) wiederum eine jede mit ihrer Ober- und UnLerdominantc,eine gedrängte Fülle von Modulation in so wenig Takten, undin innerlichster Weise sieh entfallend. Der Schluss bildet sich indieser Reihe von Dominanten reissend; er geht vonGmoll nach D, A, E , //moll
und entspricht so dem Aufbäumen der Stimmen, die das Themafünfmal emportragen. Unter diesen Umständen ist die Wiederho-lung des Themas im Diskant nicht Einförmigkeit (S. 318), son-dern gesteigerte Wildheit; es ist die doppelte Wulh in den Wei-bern, wenn sie sich einmal dieser bemächtigt.
Dass dieser ganze Ausbruch nur ein Moment sein konnte, istjedem sogleich fühlbar und einleuchtend. Es ist in diesem MomentAlles gesagt, der ganze Vorgang erschöpft. Daher, wenn er nachder Matthäischen Erzählung wiederkehrt, konnte Bach nichts An-dres thun, als den ganzen Chor (No. 476, 477) Note für Note wie-derholen; und dies geschieht einen Ton höher. Jede andre Aus-führung wäre schwächer gewesen, jede weitere Ausarbeitung wäreunkünstlerische und quälerische Verzerrung geworden und dabeipsychologisch unwahr, folglich ermattend und unwirksam.
Im vorigen Satze (No. 470) sahen wir das Fugato mehr austechnischen Motiven veranlasst, in diesem Bach’schen Chor sehenwir es von der Idee geboten , die der Künstler zu verwirklichenhatte. Es bleiben nur noch einzelne Bemerkungen zu machen.
Nicht immer tritt diese Form, wie wir S. 316 gesagt haben,so ernst auf, wie hier. Die Fugenform, diese wechselseitigeBeeiferung verschiedner Stimmen um einen Hauptgedanken, leihtsich auch zartem oder leichtern, wenigstens minder schweren In-tentionen, und dann gebührt ihr eher der Name Fughette. —Ein zartes, feingefühltes Gebilde dieser Art findet man in denmerkwürdigen, gedanken-überreichen „Drei und dreissig Verände-rungen über einen Walzer“, von Beethoven (Op. 120) in der24. Variation. Dies —
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Andante.
Sempre legato.