Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
301
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Einheit durchdrungen wird, ohne dass man stets vom ganzen ThemabeJästiget wäre. Besonders für die grossem Zwischensätze sinddergleichen Durcharbeitungen einzelner Theile des Themas der ge-legenste Stoff; es ist daher nötbig, das Thema in seine einzelnenMotive zu zerlegen, und unter diesen das jedesmal gelegenste zuerwählen.

Betrachten wir beispielweise das Thema No. 450, so findenwir es aus folgenden Motiven bestehend.

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Jedes derselben kann für sich allein, oder im Gegensätze zu,oder in Verbindung mit einem andern, Stoff eines Zwischensatzeswerden; ob wir sie alle in Anwendung bringen, und welches wirin jedem besondern Momente brauchen wollen, das bängt von derAusdehnung und vom Sinn unsrer Arbeit ab. Wenn wir nun Be-wegung brauchen, wird sich das letzte Motiv, wenn wir stossweiseuns auf- oder abwärts bewegen wollen, das zweite und dritte,wenn wir ruhig gehen, das erste Motiv als das geeignetste dar-bieten. Was aber aus einem Motiv zu bilden, ist uns schon ausder Lehre von der Melodie und der Figuration her bekannt.

So einleuchtend es übrigens ist, dass die Motive der Zwischen-sätze am folgerichtigsten aus dem Thema oder Gegensätze herge.nommen und entwickelt werden, so kann man doch auch veran-lasst sein, fremde Zwischensätze vorzuziehen, und zwar dann,wenn Thema und Gegensatz keinen vollkommen erwünschten Stoffdarbieten. Dies ist unter andern in einer Bachschen Fuge derFall, deren Anfang wir vom Eintritte der dritten Stimme hersetzen.

Dem diatonisch sangbaren Thema gegenüber hat sich ein, haupt-sächlich ebenfalls aus gehenden Noten bestehender Gegensatz ge-

Gegensatz.

Thema.

7 l, 1