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2 (1847)
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und wir wissen längst (Th. I, No. 38), dass dreitaktige Rhythmenmöglich sind.

Die bisher gegebnen Regeln folgen unmittelbar aus dem We-sen eines Satzes, der zum Kern eines Tonstückes bestimmt ist.Einige andere ergeben sich aus der Bestimmung des Themas zurFugenarbeit. Wir bemerken in dieser Hinsicht Folgendes.

1. Länge des Themas.

Das Fugenthema soll durch alle Stimmen geführt werden, undzwar in den meisten Fällen mehrmals. Geben wir ihm nun einegrosse Ausdehnung, so folgt daraus eine grosse Länge des Ton-slücks oder eine Beschränkung in der Zahl der Durchführungen.Ein Thema von vier Takten würde in einer vierstimmigen Fugeschon für eine einzige Durchführung (wenigstens so viel wir bisjetzt einseben) mindestens sechszehn Takte fodern.

Wie lang soll also ein Fugenthema sein ?

Eine ausser liehe Regel lässt sich schon desswegen nichtgeben, weil ja die Länge der Takte verschieden und in einemschnellen Tempo natürlich weniger empfindbar ist, als in einemlangsamen. Nur der Inhalt kann das Maass abgeben. DerGedanke des Satzes muss vollkommen und mit genügender Fülleund Kraft ausgesprochen werden, und mehr nicht. Jenes ist oftmit wenig Tönen möglich. Seb. Bach behandelt in seinem wohl-

temperirten Klavier dieses 1

hema von

fünf

Tönen

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Dieses fast eben so kurze Thema *)

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hat ihm zu einer trefflichen Fuge gedient und unabsichtlich er-griffen mit geringer Abweichung des Rhythmus,

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im ev. Choral- und Orgelbuch eine vom sonstigen Inhalt jenerBachschen ganz verschiedne Fuge hervorgerufen. Wiederum fin-den wir bei jenem Meister in der Fugenkunst (besonders in seinen

*) Es ist ebenfalls ans dem wnhlteiuperirten Klavier. Da wir noch vieleBeispiele aus dieser Sammlung anzufuhren haben, so sei vorausgesagt, dassalle Bachschen Fugenbeispiele, bei denen nicht ein andresWerk angezeigt ist, aus dem woh lt e mp er i rte n Klavier genom-men sind.