Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
228
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sich eng verknüpfen mit den vorhergehenden und den noch zu er-wartenden der nächsten Abtheilungen und des folgenden Buchs.Erst in diesen Abschnitten der Formlehre vervollständigt sich dieReihe der nachahmenden Formen, und geschlossen kann sie nur inder Lehre vom Vokal- und Iustrumentalsatz (im dritten und vier-ten The» dieses Werkes) weiden. Wir mussten es einstweilen,wie schon öfter, dem Waldrichter und Bergmann nachlhun, dievorerst durch den wilden Forst und das Gestein einen geradenWeg oder Schacht durchtreiben, und von da die Seitenwege undStollen einschlagen. Haben wir nur erst sicher Fuss gefasst,und dies ist die nächste Bestimmung der vorigen Abschnitteso werden wir nach allen Seilen neue Aussichten finden, und neueWege bahnen.

Für jetzt bedarf es noch einiger erläuternder Rückblicke.

1. Der Karakter der Nachahmmigsformen.

Da der Hauptgedanke ein gangartiger Satz und die Nach-ahmung und Fortführung eine ganz ungebundene ist, so durften wirden ursprünglichen Karakter der Form einen mehr leichten, vonoberflächlichem Interesse am Hauptgedanken leicht angeregtennennen. Denn jedes tiefer wurzelnde, fester, inniger ergreifendeInteresse hätte sogleich (S. 216) den gangartigen, mehr .vorüber-gehenden Gedanken in einen bestimmten Satz verwandelt; jedekräftige Auffassung eines solchen Satzes hätte bestimmtere, ener-gische Gliederung und Form bedingt. . Dann wären ganz andreKunstformen hervorgelreten.

Allein wir wollen uns nicht wie den Aesthetikern oft pas-sirt von einem Wort, von einem abstrakten Gedanken ge-fangen nehmen lassen. Wenn gleich jener Karakterzug derNachahmungsform richtig gefasst und entscheidend ist, so erschöpfter doch das Wesen der Sache noch nicht. Es kommt vielmehrbei jedem einzelnen Tonstücke, wie man leicht begreift, nicht blosauf den allgemeinen Karakter seiner Form, sondern auch auf denbesondern Inhalt an; dieser ist es, der sich erst die angemesseneForm sucht und dann dieselbe in dieser oder jener Weise, aberstets nach seinem Sinne anzuwenden, auszubilden hat. Wir selbsthaben schon Sätze mannigfachen Karakters vorübergehen sehen.Wer die Präludien des wohltemperirten Klaviers und die andernkleinern Werke Seb. Bachs durchgeht, wird die Reihe dieserBeispiele sich weit ausdehnen sehn und bei einigem Nachdenkensicher erkennen, welchen Einfluss der Inhalt auf die jedesmaligeAusführung gehabt hat. So konnten wir bereits selbst anschauen,wie sich die Nachahmung in bestimmt gegliederte Abschnitte (No. 272)