Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
225
Einzelbild herunterladen
 

frei wiedergebrachl. Von hier beginnt ein ganz freier Gesang derOberstimme,

der nach der Paralleltonart und da wieder auf den Hauptsatz zu-rückführt. Allein auch jetzt wird dieser nicht förmlich nachgeahmt.Die Mittelstimme (der Tenor) giebt ihn vollständig, die Oberstimme

fi=Si=!

Ui*#» 7 !-

-4-U-f-üj- , 1

) -JJ-- s-ß -

i*r 1 - -P-w

wiederholt nur das erste- Glied (a) dreimal von b an, und eineandre Mittelstimme (der Alt) alirnt dies einmal bei e unvollständignach. Dies ist der Faden der Komposition, ßeiläulig und gele-gentlich hat es sich gemacht, dass das zweite Glied des Haupt-satzes (d) erst vom Tenor (in c), dann vom Bass ergriffen wird.Allein wenn dies auch nicht in der ersten Absicht des Komponistenlag, so konnte es ihm doch nicht unbemerkt und ungefühlt vorübergehen; der folgende Takt benutzt dieses Motiv in den obern Stim-men in rechter und verkehrter Bewegung, und der Bass wiederholtihnen gegenüber das erste Motiv (a) in freier Weise,

Es ist dieses Präludium eine der sinnigsten Kompositionen,voller Seelenbewegung, Zartgefühl und Adel. Und dennoch sprichtsich der nur leichter hiustreifende Karakter, der die selbständigenNachahmungsformen besonders von andern _ nen Formen imMarx, Komp. L. II. 3.Autl. 15