Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
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und erfreulich: doch muss die Durchführung möglich, ja in glück-licher Stunde könnte sie interessant werden.

Wollte man sich mit diesem Satze beladen, oder einen ähn-lichen wählen, so kam’ es vor allen Dingen auf die Fortführungder ersten Stimme während der Nachahmung der zweiten an. Siemüsste sich nicht nur lebendig, sondern auch (wie wir schon S. 209schwach versucht) als ein hinlänglich unterschiedner und karakter-voller Gegensatz zur andern Stimme gestalten, um durch ihrenWiderspruch lebhafte Wechsel- und Gegenwirkung beider Stimmenund ein regeres Interesse des Ganzen zu wecken. Wir setzen nureinen Anfang her, der am zwölften Takte von No. 285 anknüpft,

und dessen Fortgang man leicht finden wird. Man sieht, dass sichder Gegensatz hier der zweiten Stimme oder dem Hauptsatzezu Anfang eng anschmiegl, dann sich durch abweichende Richtung,und alsbald auch durch den Rhythmus, durch die Gegenstellung lang-samerer gegen schnelle Noten, unterscheidet und eine eigne Melodiebildet, die gleichwohl aus Elementen des Hauptsatzes ersteht.

Bei so weit aussehenden Sätzen ist es aber selten rathsam,die Nachahmung in der Oktave zu unternehmen, weil die buchstäb-liche Wiederholung leicht gar zu eintönig (S. 144) wirkt. Besserals oben in No. 286 hätten wir daher, wenn auch in derselbenHarmonie, doch auf einem andern Intervall,