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2 (1847)
Entstehung
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174
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nur verdeckte Oktaven unter näcbstverwandteu Akkorden vorhan-den. Das lassen wir uns eher gefallen, als eine Störung des ebeu-mässigen ßassgangs in No. 242, die besonders bei a so hart fällt,bei b und c zwar verbessert ist, aber nun wieder auf Kosten derzweiten Slinime.

Von einer andern Seite werden wir bald auf diesen Uebergangder Figuration in Lied zurückkommen.

Dritter Abschnitt.

Befreiung- des Cantus firmus.

Es ist nicht länger zu übersehen, dass mit der weitern Ent-faltung der Figuralforraen der ursprüngliche Karakter des Choralsimmer mehr zurückgetreten, aus dem Anfangs zu Grunde gelegtenChoral eiu ganz andres, weit reicheres und bewegteres Tonstückgeworden ist. Bisweilen erscheint uns der allereutschiedensle Ge-gensatz der Choralmelodie gegen die Figuralmasse als wesentlicherZug im Karakter des ganzen Tonstückes; so in dem in No. 224bis 227 betrachteten Bachscheu Werke. Bisweilen ist uns derCantus firmus nur der Faden, an dem wir bei der Auswirkung un-sers Stimmgewebes gehalleu haben; so in den ersten Figurationen,No. 154 u. a. Bisweilen auch kann uns das Bedürfniss entstehen,die Form des Cantus firmus selbst nach unseru Zwecken, nachdem Bedürfniss und Sinn der Figuration zu ändern. So haben wirS. 118 schon gelernt, die Taktart des Cantus firmus in eine ähnlichezu verwandeln, und in No. 239 haben wir eigenmächtig die ersteChoralstrophe durch eine Pause unterbrochen. Es war dabei nichtdie Frage, ob wir etwa äusserlich dazu veranlasst wären, wie zuden unschuldigen Taktänderuugen in No. 175, 178; unsre Figura-tion führte uns darauf in sinngemässer w eise, und dies genügte.So endlich haben wir auch schon in das innere Verhältniss desCantus firmus durch Verlängerung der Anfangs- und Schlusstöne(in No. 185, 194, 202) eingegrillen.

Da nun eben der Choralkarakter aufgegeben ist, so gehen wirjetzt noch weiter. Wo es uns nicht mehr auf diesen Karakter an-kommt, wäre die Beibehaltung seiner Form ein unnützer Zwang.Wir müssen ihn überwinden.

1. Aenderung der Taktordnung.

Die minder wichtigen Verwandlungen der Taktarten in andrenahverwaudle, z. B. des Viervierteltakts in Zwölfachteltakt (Vier-vierteltakt, in Trioleu dargestellt) oder in Zweivierlellakt u. s. w.