Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
168
Einzelbild herunterladen
 

168

233

cg

££=ß=i

::p=c-p-t

-©

cg^jl

Gott sei uds gnädig and barmher - zig ; und

geb uus seinen

siü-äfi!

gött-li - eben Se - gen!

zunächst wegen seiner Kürze gewählt; wir fassen ihn als feierlichepriesterliche Fürbitte, also als Gesang des Priesters (natürlich freivon jeder liturgischen Fessel), der jenem Inhalte gemäss begleitetsein will. Dazu werden uns drei oder, je nachdem der künftigeSatz sich enger oder weiter entfallet, vier Figuraistimmen dienen.Indem wir die Melodie, die uns zur Aufgabe geworden, vorberei-tend uns sammelnd betrachten, tritt die gleichmässige Einrich-tung beider Strophen (a und b) hervor als ein Karakterzug desGanzen, den wir in der Figuration selbst gern festhielten.

Wollten wir nun unseru Satz aus der Choralraelodie selbstentwickeln , so würde freilich jeder Takt, z. ß. der erste,

234

Andante.

^.ILUdllte. | -H. | I J I '* 1

t

oder der erste,

Andante.

235

: :©^= o _ 0 =F&:==»-»ipr^T-rrT- s^t

I I

psgpgs

*-

.

6--

: -

z© _p i- _4t

oder vielleicht noch besser der achte Takt uns einen nicht unbrauch-baren Stoff bieten. Wir sehen aber wohl, dass wenn ein so ent-wickelter Satz einen Ausdruck für die Stimmung des Chorals hat,dies nicht in den entlehnten Paar Noten, sondern in der Art ihrerVerwendung liegen kann. Daher geben wir jeden Anklang auf.

So bliebe also die allgemeine Vorstellung von priesterlicherFeierlichkeit und die Tonart unsre Richtschnur. Wir wollenvor Allem das Slimmgewebe feierlich ausbreiten. Es fällt uns nichtsBesseres, als die einfachste Weise dazu ein; dies

Andante.