Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
86
Einzelbild herunterladen
 

86

rrrr a-

1 n .11

4 4-4 4

1

Chrt

w p«_ _

1 1 1 ^

und auf noch viel andre Weisen ausgeführt, es könntestatt der einfachen Schlussformel eine erweiterte, z. B. diese

auch

s-Vr m

m

r* r f_

-ftä1 ß*=-

gesetzt und durch Trugschlüsse und Anhänge verlängert werden.

Der so entstehende Satz wird Schlusssatz *) genannt unddient zum festem, sättigendem Abschluss einer durch Ausdehnungund Inhalt gewichtigem Komposition, so wie schon des ersten Theilsderselben; zu dieser Bestimmung ist er geeignet, weil er im Grundenichts als eine wiederholte und erweiterte Schlussformel ist. Zu-gleich kann er (wie im obigen Falle) das bis zu ihm hin nicht voll-kommen erzielte Ebenmaass erfüllen, ohne dass es einer vielleichtlästigen Wiederholung bedarf; doch kann er auch, wie jeder An-hang, einem vollkommen ebenmässig gebildeten Theil angehängtwerden. Im obigen Falle haben wir z. B.

einen Vordersatz von 2mal 4 Takten,einen Nachsatz von 4 Takten,einen Schlusssatz von 4 Takten,

so dass

4 und 4 gegen 4 und 4Takte stehen. Es konnte auch

ein Vordersatz von 2mal 4 Takten,ein Nachsatz von 2mal 4 Takten,ein Schlusssatz von 4 oder 8 Taktenalso im Ganzen konnten

8, 8, und dann noch 4 oder 8Takle gesetzt werden.

Der Inhalt des Schlusssatzes ist aus dem des Hauptsatzes zwarabgeleitet, aber doch neu gebildet, daher wird er gern wiederholt.

Ueber die Komposition des zweiten oder zweiten und drittenTheils eines Marsches ist in der Hauptsache nichts Neues zu sagen.Hat aber der erste Theil einen Schlusssatz erhalten, so kehrt dieseram Ende des zweiten (oder dritten) Theils wieder, weil sonstder ganze Marsch schwächer schliessen würde, als sein erster Theil,

*) In den ersten Ausgaben ist die Lehre vom Schlusssatz an dieser Stelleübergangen und dem dritten Theil (der Lehre von der fünften Rondo - und derSonatenform) überlassen worden, wo sie sich S. 181 findet. Doch musste sicmit besserm Rechte schon hier aufgenommen werden.