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— kann auch bei der Wiederkehr verändert und erweitert werden.Es versieht sieh, dass er daun im Hauplton auftritt.
B. Das Trio.
Vom Trio haben wir im Allgemeinen (S. 79) schon bemerkt,dass es ein zweites Lied ist, das einem ersten als dazu ge-hörig folgt, — dass es einen neuen von dem des ersten oderHauptsatzes verschiedncn Inhalt, — und dass es in der Regel einensanftem, gemässigtem Karakter hat. Dies Letztere ist eben sonaturgemäss als vorteilhaft. Naturgemäss, weil der Hauptsatz dieerste Regung, den ersten und eigentlichen Gedanken und Willendes Komponisten enthält; vorteilhaft, weil vom Trio auf den Haupt-satz zurückgegangen, also mit dem Stärkern geschlossen wird.
Das Trio muss als besondrer Satz besondern, eignen Inhalthaben. Aber es soll sich auch als zugehörig zum Hauptsatze dar-stellen. Hier hängt allerdings viel von der Stimmung oder Ideedes Komponisten ab, das sich nicht so leicht nach weisen *) undlehren lässt. Offen liegen besonders drei Punkte, in denen sichdie Absonderung und der dabei doch aufrecht erhaltne Zusammen-hang des Trio’s mit dem Hauptsatze kund giebt.
Das Erste ist Taktart und Tempo, die in den meistenFällen, — im Marsch immer, — im Trio beibehalten werden; nurdass die Bewegung im Letztem bisweilen (im Marsch ebenfalls nicht)etwas ruhiger genommen wird.
Das Zweite ist die Tonart. Das Trio wird gewöhnlich ineine nahverwandte Tonart gesetzt. In-Dursälzen kann dies nichtdie Tonart der Oberdominante sein, wenn diese schon zum Schlüssedes ersten und Anfang des zweiten Theils verwendet worden; inMollsätzen gilt dasselbe von der Parallele. Für Dursätze bleiben also
1) der Hauplton in Moll, z. B. nach Cdur Cntoll,
2) die Unterdominante, . . . Cdur,
3) die Parallele, .... ^moll,
4) die grosse Untermediante (Th. I, S. 221) ^fsdur, —für Mollsätze
1) der Hauplton in Dur, z. B. nach Cmoll Cdur,
2) die Oberdominante, . . . Gmoll,
3) die Unterdominante, . . . jFrnoll,
4) die Untermediante, . . . ^sdur
*) So ist in Beethoven’s wunderbarer ^dur-Sonate (Op. 101) das Triomit dem alla Marcia im innigsten geistigen Zusammenhänge, der iiussertichcnGestaltung nach aber weit von ihm abgelegen. Dasselbe gilt vom Trio zumScherzo der Pastoral-Symphonie, das nur der Idee nach mit letzterm zusammen-hängt, nach Taktart und Inhalt aber fremd —• und zwar aufgeregter sich ge-staltet hat.