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seinen zweiten Theil nach sich ziehen. Allein es müsste dann,wie bei Mozart und noch nothwendiger, im Nachsatz auf den In-halt des ersten Theils zurückgegangen werden, wenn nicht dasGanze in Zerstreuung verfallen, der zweite Gedanke den erstenverdrängen sollte. Auch dies kann geschehen, kaun nicht geradefalsch genannt werden, — aber nur dann, wenn der Komponistnicht von einem bestimmten Gedanken tiefer erregt und gefesseltist, sondern nur angereizt, eine Reihe musikalischer Vorstellungenleicht und flüchtig an sich vorüber schwinden zu lassen. Mozart*)hat dies oft gethan, z. B. in dem No. 86 angeführten Satze.
Dies ist das Wesentliche, was über die zweitheilige Liedformzu sagen war und was mannigfach abweichende Gestaltungen imEinzelnen zulässt, die man mit Sicherheit unternehmen kann, so-bald nur die wesentlichen Punkte festgehalten werden. Wenigstensauf ein Paar Momente freierer Gestaltung kann noch verwiesenwerden.
Erstens. Wir haben für den ersten Theil den Schluss imHauption, oder besser in der Tonart der Dominante — in Moll-sätzen im Paralleldurton als regelmässigen Ausgang bestimmt. DerSchluss im Haupton war die ungünstigere Wendung, weil er fürsich selber vollkommen befriedigt, mithin (S. 72) keinen weiternFortgang fodert und erwarten lässt. Daher setzt man statt seinerbisweilen einen blossen — aber durch Wiederholung verstärktenHalbschluss. So könnte No. 104, statt mit einem Ganzschlussevom achten Takt an so —
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zum Schluss geführt werden. Diese Gestaltung hätte das Eigen-thümliche, dass der Vordersatz von Takt 3 zu 4 einen Ganzschluss
*) Dass er auch der innigsten Vertiefung, der beharrlichsten Durcharbei-tung fähig gewesen, hat er eben so oft auf das Glänzendste dargethan. Dochist jenes ,,EfFleuriren“ (wie wir es in Ermangelung eines deutschen Worts nen-
nen möchten, das leichte Flattern von einer Duftblume, von einer flüchtigemAnregung zur andern) ihm mehr eigen als Beethoven, den man für den— Exzentrischem, Losgebundnern u. s. w. zu halten pflegt.