Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
Seite
32
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und kommen so auf acht und vier oder zwölf Takle. Ohnehinsind ja eigentlich beide Takte (5 und 6) das neue Moliv, das unser

Interesse zur Wiederholung anreizen konnte. Was uns übrigensdiese Erweiterung als wohlgehörig aufnehmen lässt, ist nicht blosdie Vierzahl des Zusatzes, sondern auch der bestimmte Abschlussdes eigentlichen Satzes mit dem vierten Takle; hier sind wir be-friedigt uud das Weitere nehmen wir als ein gleichsam für sichBestehendes, Besondres auf, als einen Zusatz, der für sich selberwieder das Grundmaass des Satzes (vier Takle) hat.

Einen solchen Zusatz nennen wirAnhang *);

schon bei der Komposition zweistimmiger Sätze (Th. I, S. 70) habenwir ihn im Vorbeigehen erwähnt. Die erschöpfendere Betrachtungfindet erst in der Lehre von der Periodenform (im vierten Abschnitt)ihre rechte Stelle; hier durfte indess nicht unerwähnt bleiben, dassschon bei dem einfachen Satze die Zufügung eines Anhangs Statthaben kann. Dass nach demselben noch die Schlussverlängerungenzulässig, ja wegen der Ausdehnung des Satzes noch eher an ihrerStelle sind, als bei kürzern Satzbildungen, versteht sich.

D. Einleitung.

Bis hierher haben wir unsern Satz jederzeit erst fertig hinge-stellt und dann durch Zusätze erweitert; die Erweiterungen konntendaher nur nach oder auf dem Schlüsse des Satzes eintrelen. Alleinein Satz ist ja an sich selber ein Werdendes; er muss erst be-gonnen werden, ehe er vollendet werden kann. Und ein solchesBeginnen kann Anstand haben oder stocken, entweder, weil derKomponist zweifelt und zaudert bei dem Fortschreiten, oder weiler auf den Anfang besondres Gewicht legt. Es könnte z. B. derSatz No. 29 in solcher Weise

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*) Mit dem alten italischen Kunstnamen: Coda.