Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
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30
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ergeben und den Satz auf fünfzehn Takte erweitern können.Alle diese Ausdehnungen, wenn sie auch auf so ungefüge Takl-zahlen, w r ie 15, 13, 11 u. s. w. führen, verletzen das Gefühl desEbenmaasses und des nolhwendigen Abschlusses durchaus nicht, daman letztem doch am rechten Orte empfindet und alles Weitere alsblossen bestärkenden Zusatz hinnimmt.

Nur Eins muss hier noch zu bedenken gegeben werden. Allehier aufgewiesenen Sätze sind zumal in ihrer Vereinzelung undihrem schnellen einmaligen Voriibergehen (anders würden sie alsTheile eines grossem Ganzen, z. B. eines Sonatensatzes erscheinen)zu leicht und unbedeutend, als dass sie wirklich so umständlicherSchlussverstärkungen bedürfen könnten; mithin erscheinen die obenaufgewiesenen Zusätze mehr oder weniger als unnöthig und darumbelästigend. Allein es würden nicht ohne Raumverschwendung undAblenkung der Aufmerksamkeit Sätze haben aufgcstellt werden kön-nen, die so ausführliche Schlussverstärkungen gerechtfertigt, nämlichwirklich nöthig gemacht hätten. Wie weit hiermit unter Um-ständen gegangen werden kann und muss, zeigt das Finale vonBeethovens G-Moll-Symphanie, dessen Schlussakkord neun-undzwanzig Takte (ein Ruhezeichen über dem letzten ungerech-net) einnimmt. Hier musste zum befriedigensten Abschluss des ingewaltigem Ringen und Stürmen sich zum Sieg emporarbeitendenTongedichts so viel geschehen. Bei geringem Werken soll das Ge-räusch und die Betonung des Schlusses bisweilen den vorher ver-säumten Nachdruck ersetzen, stellt aber den Mangel an Gehalt nurnoch mehr blos. Dies ist bei jenen besonders in der Opermusikstehend gewordnen breiten Schlussformeln

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(oder wie sie sich sonst bilden und strecken) der Fall und den so