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2 (1847)
Entstehung
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und wir hätten dabei uusern Vorsatz (S. 3), Melodie und Beglei-tung wo möglich gleichzeitig zu erfinden, aus den Augen gelassen.Ohnehin ist diese Melodie (Th. I, S. 29) nur einseitig, weil sienur steigt; die vollkommnere Bildung ist die, welche entgegenge-setzte Richtungen vereinigt, erst steigt und dann fällt; wir könntenso, wie bei a

setzen. Hier ist zwar das Auf- und Absteigen der Melodie erlazigt,aber es ist nicht blos der grössere Umfang der Tonfolge, sondernauch die (wenn auch geringe) rhythmische Steigerung von No. 2dafür geopfert worden; auch erscheint der so geringe Satz mit Har-monie überladen. Das Letztere ist bei b verbessert, wo nicht jederTakttheil seinen besondern Akkord tragen muss.

Nur die Melodie in No. 3, b ist zu dürftig; Umfang und Stei-gerung der Tonfoige ist vermindert, der Rhythmus so gering wieim vorigen Salze, die Tonwiederholung ein ärmliches Mittel, überjenen hinaus zu kommen. Wir verbessern dies durch HülfsLöne,

und haben damit zugleich den Rhythmus belebt und ein, wenn auchhöchst einfaches und geringes, doch bestimmter gezeichnetes Motiv( a ) gewonnen. Der leichte Satz erscheint auch angemessen näm-lich möglichst leicht begleitet, kann also, so unbedeutend er auchist, in jeder Hinsicht als befriedigend gebildet gelten. Wir legenihn daher uusern fernem Bildungen zum Grunde; auch die eigneArbeit des Lernenden würde am Angemessensten gleich ihm ange-knüpft. Zuvor jedoch noch einige Bemerkungen, um unsern jetzigenStandpunkt ganz festzuslellen.

Wir sind wiederum in der Satzbildung begriffen und be-folgen zunächst keine andern Gesetze, als die schon bei der ein-und zweistimmigen Komposition erkannten; erst im nächsten Ab-schnitte wird ein Fortschritt erfolgen. Wie früher (Th. I, S. 35)«»halten wir unser Motiv fest, weil wir an demselben Interesse haben(denn warum hätten wir es sonst ergriffen?) und weil wenn andie Wirkung gedacht werden soll wir es dem Zuhörer sicherverständlich und eindringlich machen wollen. Wir verlassen es,entweder durch die Form der Komposition genöthigt, oder weil es