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schiednen Bildungssphären, die des Künstlers, des Musikers vonder des Gelehrten oder anderswohin Berufner. Es ist einmal —solches Misskennen bei Seite gehalten — unwiderruflich wahr, dassder rechte Küustler nie hat werden und bestehn können, als aufjene Bedingung.
Sie ist unermesslich gross, weiter wie das Leben des Einzel-nen , von keinem Einzelnen nach allen Seiten zu erfüllen; — unddarum ist eben die Kunst, selbst eines einzelnen Zeitmoments, nie-mals von einem Einzelnen zu erschöpfen. Es ist, wie das höchsteGebot unsrer Religion, die unbedingte Foderung an Alle und Je-den , aber von keinem Einzelnen (als dem Einen) ganz erfüllt,wesshalb eben der Künstler als solcher, wie der Christ als solcher,der Gnade höherer Ergänzung unmittelbar bedürftig und zugewie-sen ist.
Was ich nun in diesem Buch Euch, meine Genossen, als ei-nen Theil unsers gemeinschaftlichen Tagewerks aufzuweisen ge-trachtet, hätte wohl als das dem Musiker Nächstliegende zunächstEuren Antheil zu hoffen. Allein ich kann mir und Euch auch dieLast meines Ansinnens nicht bergen.
Das Lastende der Foderung liegt in ihrem Widerspruche mitder Stimme des Tags.
Es wird uns nicht schwer, jede Arbeit mit angestrengter Kraftdurchzusetzen, deren Nolhwendigkeit für den theuersten Zweck unsganz einleuchtet. Zudem erleichtert ja jeder Fortschritt die Be-schwerde, da er uns bei gesteigertem Vermögen erweiterte Herr-schaft und freiere Bewegung gewährt; denn mit jeder neuen Form,dereii wir mächtig werden, erlangen wir ja für unsern Geist nachdieser Seite hin Freiheit, und zwar die wahre Freiheit, die darinbesteht, dass unsre eignen Gedanken und Empfindungen mit derallgemeinen Vernünftigkeit der Kunst einig sind.
Auch das wird uns nicht niederdrücken, dass wir im Beginnenuns von den ungewohnten Anfoderungen befangen fühlen, uns nichtso frei bewegen, wie vielleicht zuvor als Naturalisten in irgendeiner durch Routine geläufig gewordnen Form. Mögen uns immerdurch unsre Studien ein Paar Liedchen oder andre Anläufe gestört