" ' ' 24Z
und sagte lächelnd: ich schätze mir diese Gefangen,schast zur größten Ehre. . >
Er hatte Befehl, mich sogleich zu der Königinzu führen; ich folgte ihm. ,,-Waö? sagte sie zu mir,„Herr von Rosny, brechen Sie so durch unsere Ge-„hüge? Sie gehen vorbey ohne zu mir zu kommen.„Dies wundert mich; denn ich habe gesehen, daß Sie„wir ergebner sind, als einer von meinen Dienern, und„ich glaube Ihnen keine Ursach gegeben zu haben, di«„se gute Meynung zu ändern. Ich antwortete mirwenigen Worten, waS sich auf einen so gnädigen Em-pfang gebührte, und dann kam ich durch einen ganznatürlichen klebergang auf die Gesinnungen, welcheder König für sie hegte. „Um Ihnen zu beweisen,„erwiederte sie, daß ich alles glaube, was Sie mir„von dem Wohlwollen des Königs', meines Bruders,„und dem Ihrigen sagen, will ich mit Ihnen von dem„letzten Briefe reden, den ich an ihn geschrieben habe.„Ich bilde mir ein, daß Sie ihn gesehen haben, denn„Stafford (diesen Namen führte Milord Sidney)„und Edmund haben mir gesagt, daß der König selten„etwas vor Ihnen geheim hält." Bey diesen Wortenzog sie mich auf die Seite, um mich mit mehrerer Frey-heit über den gegenwärtigen Zustand der Angelegenhei-ten Europas unterhalten zu können. Sie chat diesmit so vieler Deutlichkeit und Richtigkeit, indem sievon dem Vertrag zu VervinS ansieng, daß ich zuge-siehen mußte, diese große Königin sty ganz des Rufes,den sie in Europa erlangt hatte, würdig. Sie ließsich auf diese einzelnen Umstände ein, um mir zu zei«gen, daß Heinrich die Ausführung der großen Ent-würfe, welche sie beyde gegen das Haus Oesterreichim Sinne hatten, nothwendig mit ihr vereint anfan-gen müsse; und sie bewies dies durch den großen ZurQ 5 wachs