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[3] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
248
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Mit dem frühsten Morgen bestieg ich ein Bootund kam um io Uhr zu Dover an, wo Milord Sid-uey, der mich nur erst vor wenigen Tagen zu Calaisgesehen hatte, unter der Menge der Abgehenden undAnkommenden mich sogleich erkannte. Die HerrenCobham, Raleigh und Grcffin waren bey ihm, undnoch zwey andere, die Grafen von Evencher und Pem-broke, kamen gleich hinzu. Er umarmte mich undfragte, ob ich käme, der Königin meine Aufwartungzu machen. Ich verneinte es, und versicherte ihm so-gar, daß der König von meiner Reise nichts wußte;zugleich bat ich ihn, auch der Königin nichts davonzu sagen , denn da ich nicht die Absicht gehabt hätte,ihr aufzuwarten , hätte ich auch keine Briefe ihr zu über-reichen , und wünschte nur inkognito eine ganz kurzeReise nach London zu machen. Die Herren antworte-ten alle mit Lachen, ich hätte eine vergebliche Vorsichtgebraucht, weil das Wachtschif wahrscheinlich schonjetzt meine Ankunft gemeldet hätte, und ich sollte michnur gefaßt machen, bald einen Boten von der Köni-gin ankommen zu sehen; sie würde mich gewiß nichtso gehen lassen; noch vor drey. Tagen hätte sie öffentlichvon mir in sehr verbindlichen Ausdrücken - gesprochen.Ich stellte mich, als ob mir dieser Zufall äußerst un-angenehm wäre, und als ob ich zugleich noch immerdarauf rechnete, unentdeckt zu bleiben, wenn nur die-se Herren den Ort, wo ich logierte, verschweigen woll-ten; sobald ich nur gegessen hätte, setzte ich hinzu, in-dem ich sie plötzlich verließ, würde ich gleich weiterreifen. Kaum war ich in mein Zimmer getreten, woich mit meinen Leuten redete, so umarmte mich jemandvon hinten zu, und sagte Mir, er nähme mich imNamen der Königin gefangen. Es war ein Haupt-mann von ihrer Leibwache; ich umarmte ihn wieder,

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