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[3] (1792) (1792)
Entstehung
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237
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Jetzt, da sich die Begriffe verändert haben, und dasGeld jeder Sache ihren Werth giebr, vergleicht mandie Claffe dieses großmürhigen Adels mit den Claffender Finanz oder Justizbedienten , oder der Handels-leute; aber dieses geschieht blos, um auf diese Leutedie Achtung zu übertragen , welche man denen, die al-lein mächtig und also in der Thal höher als wir sind,nicht versagen kann, und weil man den Erstem diesenVorzug entrissen hat. Und wie wäre es auch möglich,daß dieses nicht geschehen sollte, da man sieht, daßder Adel über diesen Punkt genau eben so denkt, alsdas Volk, und sich nichts daraus macht, ein reinesund erhabnes Blut durch schimpfliche VerbindungenMit Bürgerlichen, die nichts als die Wechselbank, denKaufmannsladen, das Kompcoir oder die Chikanekennen, zu vermischen.

Dieser Mißbrauch bringt natürlicherweise nochzwei) andere hervor, die Verwirrung der Stände unddie Ausartung der Geschlechter; und die Erfahrungbeweiset dieses noch besser als die Vernunft. Manwerfe nur die Augen auf jene Menge von üblichenBlendlingen, welche den Hof und die Stadt erfüllen,man wird nichts mehr von jener männlichen, einfachenund kraftvollen Tugend ihrer Ahnherrrn finden, keine,edlen Gefühle, keine Festigkeit des Geistes; ein unbe-sonnenes und ausgelassenes Acußercs, Leidenschaft fürSpiel und Schwelgerey, große Sorge für den Putz,Nachdenken über Wohlgerüche und alle Arcen derWeichlichkeit sind an die Stelle getreten. Man sollteglauben, sie wetteiferten mit den Weibern. Sie wäh-len noch Kriegsdienste; aber wozu sind sie mir solchenAnlagen fähig, zu denen noch oft eine geheime Ver-achtung des Standes, den sie nur aus Zwang er-griffen haben, sich gesellt? Dieser Verfall ist bedau«

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