brauchlichen Feierlichkeiten zu Paris und zu Turinbekannt gemacht. Dennoch wurden die Artikel nichterfüllt, ohne daß der Herzog nicht noch verschiedneSchwierigkeiten gemacht hätte, wodurch Villeroy noch 'einen Theil des folgenden Jahres zu Lion aufgehaltenwurde. Damals endlich wurde man vollkommen ei-nig, und der spanische Hof, der sich in diese Sachesiark gemischt harte, gab selbst dem Herzog von Sa-,voyen den Rath, zufrieden zu seyn. Heinrich bezeig-te bey allen diesen Gelegenheiten dem Pabst große Ach-tung; er bewilligte jeden Aufschub, den der Legat,welchen der Herzog durch den Grafen Qctavio Tasso«ne dazu bewog, für ihn verlangte. Dies aeschah ge-gen Villeroys-Rarh; aber der König glaubte, nach-dem er im Grunde alles, waS er. nur fordern konnte,erhalten hätte schickte es sich nickt,' über die Art, wieeS geschähe, so strenge zu sepn; und er wollte sich nichtder Gefahr auösttzen, das; der Krieg um einer so ge-ringen Ursach willen, erneuert würde. UebrigcnSwar dieser Krieg ihm so vorcheilhafc,. als je einer, derin einem einzioen Feldzuge geendigt worden ist. Hein-rich verordnet?, daß der District Brcsse nicht mit zudem General, uw Lion, sondern zu der Provinz Bour-gcgne geschlagen werden , und unter der Cour des Ai-deS zu Paris stehen sollte.
DieKönigin gierig noch nicht gleich nachher nachParis. Sie hakte ihren Oheim Dom Juan , einennatürlichen Sohn aus dem Hause Medieiö, und ih-ren Vetter Virgüio Ursini, mitgebracht. Der letzte-re war in der Zugend mit ihr erzogen worden. undmachte sich jetzt Hofnungen > die weit über seinemStande waren. Verschiedne andre Italiener undItalienerinnen waren in ihrem Gefolge, unter andern«in junger Mensch mit Namen Concini, und ein Mäd-P 2 chen,