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[3] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
215
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Frieden dem Herzog würde zurückgeben müssen, undalledie andern eroberoen Vestungen zu schleifen; aber dieMathschläge der Hosiinge, die alle in SavoyischenSold zu stehen schienen, retteten Montmelian gegenalle gute Politik.

Die in Chiffern geschriebnen Briefe des Mar-schalls von Biron, welche man zwey Jahre nachheraufßeng, erklärten das Geheimniß dieses Betragensso wohl bey Monrmelian als auch bey allen den übri-gen Begebenheiten. Biron schrieb darin dem Herzogvon Savoyen, er hätte für die Besatzung von Mont-melian einen Monat Frist erhalten-, damit er Zeit hät-te, die Belagerung aufheben zu lassen, er dürfte nichtsvon seinen Freunden erwarten, wenn er nicht etwasaußerordentliches thäce um diesen Ort zu retten,, derstark genug wäre, sich drey Monate zu halten. Erbetheuert, wie sehr es ihm selbst schmerzen würde, dieVestung übergehen zu sehen. In dem Briefe, dener nach der Uebergabe an den Herzog schreibt, sagt ecihm, seine Nachlässigkeit, dem Schlosse zu Hülfe zukommen, habe die französischen Großen von seinerPar-tey zum Schweigen genöthigt; sie würden sich gegenden König erklärt haben, wenn er vorgerückt wäre, sichmit ihnen zu vereinigen, und ihnen dadurch Mittel ge-geben hätte, es mit einigem Erfolg zu thun. Unge-achtet er sorgfältig die Namen auöläßt, sind sie dochalle in dem Briefe so gut bezeichnet, daß man sie ohneMühe erkennt. Mein eignes Schweigen bey dieserGelegenheit hilft nur einigen wenigen, die das Publi-kum vielleicht nie im Verdacht gehabt hat.

Montmelian hatte sich noch nicht ergeben, alsman in der französischen Armee erfuhr, daß der Kar-dinal Nepok Aldobrandrni als päbstlicher^Legar unter-O 4 wegs